Freuen sich über das Geothermieprojekt Trostberg (v.l.): Michael Braun, Leiter Geschäftsentwicklung des Projektentwicklers Geoprime, und Karl Schneid, Erster Bürgermeister der Stadt Trostberg (Quelle: Erdwärme Alz)
Der Standort für das geplante Geothermieheizwerk befindet sich im Bereich des Weilers Fernhub, etwa 4 km südlich der Stadt Trostberg und 1 km östlich von Altenmarkt an der Alz gelegen. Die Bohrarbeiten sind ab der Jahresmitte 2027 geplant. Die Versorgung von Haushalten und Unternehmen mit Wärme aus Tiefengeothermie soll – sofern die Fernwärmeleitungen bis dahin gebaut sind – im Herbst 2029 beginnen. Mehr als 40.000 t CO2 lassen sich damit jährlich vermeiden.
Die erwartete thermische Kapazität der Geothermie Trostberg reicht aus, um den Wärmebedarf der Stadt Trostberg sowie weiterer Städte und Gemeinden der Region um Trostberg zu decken. So gehört die Stadt Trostberg dem Wärmeverbund Regionalwerk Chiemgau Rupertiwinkel an, der für die Planung der Fernwärmenetze im Chiemgau und Rupertiwinkel zuständig ist.
Der Wärmeverbund umfasst aktuell 31 Städte und Gemeinden aus den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und Rosenheim. Diese haben sich mit dem Ziel zusammengeschlossen, ein überregionales Wärmenetz zu realisieren und dieses vor allem mit Wärme aus Tiefengeothermie zu betreiben. Die Geothermie Trostberg wird ein Wärmelieferant in diesem Verbund sein.