Feierliche Einweihung des Wärmespeichers in Gelsenkirchen mit (v. l.) Gundolf Schweppe, CEO der Steag Iqony Group, Ministerin Mona Neubaur (MdL), Oberbürgermeisterin Andrea Henze und Josef Hovenjürgen (MdL) (Quelle: Steag Iqony Group)
Im Frühjahr 2024 wurde mit dem Bau des Wärmespeichers in Nachbarschaft zum Heizwerk Gelsenkirchen-Schalke begonnen. Im Rahmen einer feierlichen Einweihung wurde jetzt die kürzlich erfolgte Inbetriebnahme gemeinsam mit Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, und der Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, Andrea Henze, gewürdigt.
„Unser Wärmespeicher macht die Ruhrfernwärme flexibler, sicherer und nachhaltiger. Mit dieser großen Thermoskanne können wir klimafreundliche Wärme zeitlich entkoppelt nutzen: Wir nehmen sie verstärkt bei ihrer Entstehung auf und stellen sie bei höherem Bedarf und knapper Erzeugung bereit. Dieser Meilenstein war echte Teamarbeit. Mein großer Dank gilt allen Projektbeteiligten, unserem Partner Bilfinger sowie dem Land NRW als Fördermittelgeberin und der Stadt Gelsenkirchen als starke Unterstützerin“, so Gundolf Schweppe, CEO der Steag Iqony Group, anlässlich der feierlichen Eröffnung.
Unterstützung von Stadt und Land
Ministerin Neubaur hält dazu fest: „57 m hoch, 31 Millionen Liter Wasser – und trotzdem im Kern ganz einfach: eine Thermoskanne für die Wärmewende. Was die Steag Iqony Group hier in Gelsenkirchen gebaut hat, zeigt, wie Fernwärme in Ballungsräumen zukunftsfest wird. Wir fördern solche Speicher gezielt, weil sie den Unterschied machen zwischen Wärme, die einfach nur da ist, und Wärme, die dann da ist, wenn die Menschen sie brauchen.“
Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rd. 30 Mio. € wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln aus dem „Programm für rationelle Energieverwendung, regenerative Energie und Energiesparen“ – kurz progres.nrw – gefördert; die Förderung beläuft sich auf rd. 7,1 Mio. €.
Oberbürgermeisterin Henze ergänzt: „Unser Entwurf zur kommunalen Wärmeplanung liegt ja aktuell öffentlich aus. Im Ergebnis zeigt der Entwurf, dass das Fernwärmeangebot weiter verdichtet wird und eine Erweiterung möglich ist. Umso wichtiger ist dieses Projekt, denn es ist ein Meilenstein für die Dekarbonisierung und ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der lokalen Wärmewende. Potenziell kann der neue Speicher das lokale Fernwärmenetz zwei volle Tage mit Wärme versorgen und erhöht somit die Flexibilität und die Sicherheit dieser Form der Wärmeversorgung.“