Blick auf den Gewerbepark Ausschläger Elbdeich in Hamburgs HafenCity, der bald mit der Abwärme des Aurubis-Kupferwerks versorgt wird

Blick auf den Gewerbepark Ausschläger Elbdeich in Hamburgs HafenCity, der bald mit der Abwärme des Aurubis-Kupferwerks versorgt wird (Quelle: BEOS)

„Die Umstellung auf Fernwärme ermöglicht uns nicht nur, unseren Gewerbepark im Sinne unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf eine klimaneutrale Energieversorgung umzustellen, sondern trägt auch dazu bei, die fossile Energienutzung in Hamburg zu reduzieren, indem bisher ungenutzte Abwärme verwendet wird“, freut sich Katrin Klimmeck, Senior Projektmanagerin bei BEOS.

Enercity schließt derzeit den Gewerbepark an ihr Fernwärmenetz an. „In der HafenCity, in Rothenburgsort und auf der Peute versorgen wir heute bereits rund 9.000 Kundinnen und Kunden in Büro- und Wohngebäuden mit umweltfreundlicher Industriewärme. Mit dem Gewerbepark ,Ausschläger Elbdeich‘ wird nun auch die BEOS AG Teil dieses bundesweiten Vorzeigeprojekts für die Nutzung von Abwärme aus Industrieprozessen für die innerstädtische Wärmeversorgung“, sagt Dr. Manfred Schüle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Enercity Contracting GmbH.

Industrielle Abwärme versorgt Stadtquartier

Die HafenCity Ost in Hamburg ist das erste Stadtquartier in Deutschland, das nahezu vollständig mit CO2-freier Industriewärme versorgt wird. Darüber hinaus erhalten auch Kunden in den angrenzenden Stadtteilen Rothenburgsort und Veddel die Wärme.

Die Energie für die Wärmeversorgung stammt aus einem Projekt von Aurubis und Enercity, bei dem die Wärme aus einem chemischen Nebenprozess der Kupfererzeugung bei Aurubis gewonnen wird. Dabei wird Wasser CO2-frei auf 90 °C erhitzt und mit Rohrleitungen über eine Strecke von einem Kilometer über das Werksgelände bis zur Werksgrenze transportiert. Ein Teil der Wärme wird zudem von Aurubis intern genutzt. Eine 2,7 km lange Wärmetransportleitung verbindet die östliche HafenCity mit dem Aurubis-Werk auf der Peute. Dort wird ins Wärmeversorgungsnetz von Enercity eingespeist. Eine neue Energiezentrale an der Trasse besichert und vergleichmäßigt die naturgemäß schwankend anfallende Industriewärme. 

EHP-Redaktion

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