Umweltschutz und Genehmigungsverfahren

Bild 3. Die beiden Wärmepumpen sind in einem schallgedämmten Maschinenraum oberhalb der Kesselanlagen im Heizkraftwerk aufgestellt (Quelle: SES Energiesysteme)
Das Projekt wurde unter strenger Berücksichtigung ökologischer Kriterien umgesetzt. Die Stepenitz ist als eines der saubersten Fließgewässer Brandenburgs und als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Eine Maßnahme zum Schutz des Ökosystems ist die Minimierung der Wärmeentnahme, indem dem Fluss nur so viel Wärme entzogen wird, dass keine negativen Auswirkungen auf Flora und Fauna auftreten. Zudem fügt sich das Einlaufbauwerk unauffällig in die Umgebung ein und der Trommelrechen schützt effektiv die Fischpopulation.
Erfolgsaussichten und Zukunftsperspektiven
Die Stadtwerke Wittenberge und der Anlagenbauer SES Energiesysteme GmbH ziehen eine positive Bilanz und stellen als entscheidenden Erfolgsfaktor die enge Kooperation aller Projektbeteiligten – von den Ingenieurbüros bis zu den Genehmigungsbehörden – heraus. Das Projekt beweise, dass Flusswärmepumpen eine vielversprechende Option zur klimaschonenden Deckung des Fernwärmebedarfs darstellten. Die Nutzung von Flusswärme kombiniere ökologische Verantwortung mit technischer Innovation. Diese könnte als Blaupause für ähnliche Projekte in Deutschland dienen, die eine zukunftssichere Wärmeversorgung ermöglichten, fossile Brennstoffe reduzierten und die Energiekosten langfristig stabilisierten, wovon schließlich auch die Bürger profitierten.
Lutz Kähler, Geschäftsführer, Stadtwerke Wittenberge GmbH, Wittenberge, stadtwerke-wittenberge.de
Kea Lehmberg, Unternehmenskommunikation SES Energiesysteme GmbH, Berlin, ses-energiesysteme.com