Blick aus der Vogelperspektive auf sieben computergenerierte moderne Mehrfamilienhäuser am Rande eines Gewässers umsäumt mit Bäumen.

Für das Wohnquartier „Seepalais“, das am Ufer des Wöhrder Sees in Nürnberg entsteht, hat die Rhein-Energie ein innovatives Wärmekonzept entwickelt (Quelle: Instone)

Herzstück der Anlage sind zwei zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpen auf dem Dach von Gebäude 1. Sie liefern die Heizwärme mit einer Temperatur von 45 °C für das gesamte Quartier und stellen so auch die Wärmequelle für die Trinkwasserbereitung dar. Für den Betrieb wird der vor Ort erzeugte Strom einer 223 KWp großen Photovoltaik-Aufdachanlage genutzt, die ebenfalls von der Rhein-Energie errichtet wird. 

Die eigentliche Trinkwarmwasserbereitung besorgen dezentrale Booster-Wärmepumpen in den Kellern der Gebäude: Sie nehmen das vorgewärmte Wasser aus dem Heizkreislauf auf und nutzen es, um die Temperatur des Trinkwassers hygienegerecht auf 65 °C zu heben. Dieses zweistufige Prinzip ist äußerst energieeffizient und ein wesentlicher Grund dafür, dass das „Seepalais“ die hohen Anforderungen des KfW-Effizienzhaus-40-Standard erfüllt und das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG-Plus) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) erhält. Die Fertigstellung der Wärmetechnik ist für 2027 vorgesehen, der Erstbezug der Wohnungen soll Anfang 2029 erfolgen. 

Effiziente Wärmeversorgung für modernes Wohnen 

„Mit dem Seepalais schaffen wir ein Wohnumfeld, das Ökologie, Komfort und Lebensqualität vereint. Zusammen mit der Rhein-Energie haben wir dafür ein maßgeschneidertes Energiekonzept entwickelt, das die Herausforderungen des Projekts maximal effizient löst. Für das Erreichen der bedeutenden Nachhaltigkeitsstandards war das entscheidend“, sagt Andreas Zeitler, Geschäftsführer der Instone Real Estate Development GmbH, die das Quartier realisiert.

„Für ein Projekt wie das Seepalais braucht es den engen Austausch zwischen Projektentwickler und Energiedienstleister – von der Planungsphase bis zur Inbetriebnahme. Ergebnis der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Instone ist ein hocheffizientes Versorgungskonzept ohne CO2-Preis-Risiken und mit langfristiger Wirtschaftlichkeit“, sagt Emil Issagholian, Geschäftsbereichsleiter der Rhein-Energie. 

EHP-Redaktion

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