Der Bau eines Wärmespeichers ist für Iqony Fernwärme ein Kernelement der Transformation in Richtung Klimaneutralität.

Iqony will die lokale Wärmewende mit dem Bau eines Fernwärmespeichers vorantreiben (Quelle: Iqony)

„Wärmespeicher sind eines der Kernelemente unserer Transformation auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität. Der Baustart des Speicherprojekts in Gelsenkirchen ist somit ein wichtiger Baustein in unserer Strategie zur Gestaltung der Wärmewende vor Ort“, sagt Matthias Ohl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Iqony Fernwärme GmbH. „Mit der künftig zur Verfügung stehenden Speicherkapazität können wir klimafreundliche Wärme z.B. aus Müllheizkraftwerken oder unvermeidbare industrielle Abwärme vermehrt dann abnehmen, wenn sie entsteht bzw. anfällt, selbst wenn sie in diesem Moment durch unsere Kunden nicht benötigt wird.“

Mit dem Bau der 57 m hohen und 28 m im Durchmesser zählenden Anlage soll bereits in den kommenden Wochen begonnen werden. Mit der Errichtung hat Iqony Fernwärme Bilfinger Industrial Services aus Österreich beauftragt. Eine wesentliche Herausforderung des Projekts wird es sein, die Anlage im laufenden Betrieb in das bestehende Fernwärmesystem zu integrieren. Geplant ist, dass der Wärmespeicher im Januar 2026 in Betrieb geht.

Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rd. 30 Mio. € wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln aus dem „Programm für rationelle Energieverwendung, regenerative Energie und Energiesparen“ – kurz progres.nrw – gefördert. Die Förderung beläuft sich auf rd. 7,1 Mio. €.

Wärmespeicher erhöht Flexibilität

Der neue Wärmespeicher trägt dazu bei, die Wärmeversorgung insgesamt flexibler zu machen und somit besser auf verschiedenste Schwankungen, sei es im Hinblick auf Witterung, technische Verfügbarkeiten oder Energiemärkte, zu reagieren. Zugleich schafft er Potenziale, die für einen möglichen Ausbau des Fernwärmenetzes in den kommenden Jahren benötigt werden.

„Je größer ein Wärmenetz wird, desto mehr Wärmequellen werden benötigt, die dann wieder in das Gesamtsystem integriert und gesteuert werden müssen. Insofern ist der nun beginnende Bau des Wärmespeichers auch mit Blick auf die zahlreichen Wünsche nach neuen Fernwärmehausanschlüssen, die uns in den zurückliegenden Monaten erreicht haben, ein wichtiger Schritt, um die erforderlichen Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung unseres Fernwärmenetzes in Gelsenkirchen zu schaffen“, so Ohl.

EHP-Redaktion

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