Drei Männer stehen auf einem Kraftwerksgelände vor einem Bauzaun mit dunkelrotem Transparent, auf dem "Kraftwerksspeicher" steht.

Baustart für den neuen Speicher (v.l.): Lars Fallant, Geschäftsführer Tricera Energy, Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König und N-Ergie-Vorstandssprecher Maik Render (Quelle: N-Ergie, Silke Weiß)

„Die Energieerzeugung in Sandreuth spielt auf unserem Weg in die Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Ich freue mich, dass wir mit dem neuen Speicher einen weiteren Schritt in Richtung klimafreundliche Stadt gehen – zuverlässige Energieversorgung für alle Nürnbergerinnen und Nürnberger“, betont Oberbürgermeister Marcus König beim symbolischen Baustart.

Maik Render, Vorstandssprecher der N-Ergie, erläutert: „Mit dem Kraftwerksspeicher fügen wir unserem Zielbild der zukünftigen Strom- und Wärmeerzeugung in Sandreuth ein wichtiges Puzzlestück hinzu.“ Zusätzlich zum bereits seit 2014 bestehenden Wärmespeicher macht die neue Batterieanlage den Betrieb noch flexibler, vor allem im Hinblick auf die Verwertung des Dampfs aus der benachbarten Müllverbrennungsanlage der Stadt Nürnberg. 

Hinzu komme, so Render weiter, die zunehmende Volatilität durch den weiter steigenden Anteil erneuerbarer Erzeugung verbunden mit starken Strompreisschwankungen: „Der Kraftwerksspeicher nutzt Synergien vor Ort und sorgt unter herausfordernden Bedingungen für Systemstabilität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.“

Höchste Sicherheitsanforderungen werden erfüllt

Den Zuschlag für das Projekt hat der Speicher-Spezialist Tricera Energy GmbH aus Dresden bekommen. Die Integration von Batteriespeichersystemen in bestehende Kraftwerksstandorte zählt laut Geschäftsführer Lars Fallant zu den anspruchsvollsten Anwendungen der Energiewende. „Ein besonderer Vorteil ist unsere vollständig in Deutschland entwickelte Inhouse-Software. Dadurch haben wir direkten Zugriff auf alle sicherheitsrelevanten Funktionen und können höchste Anforderungen an Cybersecurity, Betriebssicherheit und KRITIS-Konformität erfüllen. Wir freuen uns, diese Erfahrung und Expertise gemeinsam mit der N-Ergie in Sandreuth unter Beweis zu stellen.“ 

Die Speicheranlage besteht aus sieben Batterie-Containern und wird auf einer rund 1.000 m2 großen Fläche auf dem Betriebsgelände Sandreuth errichtet. Die Anlage hat eine Kapazität von 30 MWh und eine Leistung von 15 MW.

EHP-Redaktion

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