Vor einer der neuen Gasturbinen, die das Heizkraftwerk effizienter machen (v.l.):  Maik Render, Vorstandsmitglied der N-Ergie, Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, und Norman Villnow, Geschäftsführer der N-Ergie Kraftwerke

Vor einer der neuen Gasturbinen, die das Heizkraftwerk effizienter machen (v.l.): Maik Render, Vorstandsmitglied der N-Ergie, Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, und Norman Villnow, Geschäftsführer der N-Ergie Kraftwerke (Quelle: N-Ergie/Silke Weiß)

Die alten Turbinen sind nach 17 Jahren und über 100.000 Betriebsstunden am Ende ihrer technischen und wirtschaftlichen Lebenszeit angekommen. Ersetzt werden sie durch Turbinen vom Typ SGT-800 B4 von Siemens Energy, die jeweils rund 8 MW mehr Leistung haben und einen um rund zwei Prozent gesteigerten Wirkungsgrad.
 
Die Gesamtinvestition für die Modernisierung der Gasturbinen liegt bei rund 30 Mio. Euro. Neben den Turbinen werden auch die Generatoren und das Abgassystem ausgetauscht. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2022 geplant.

Weiterentwicklung des Kraftwerksstandorts

Die Gasturbinen sind Komponenten des Gas- und Dampfkraftwerks (GuD), das einen Gesamtwirkungsgrad von mehr als 90 Prozent hat. Bereits im Jahr 2005 stellte die N-Ergie ihre Erzeugung in Nürnberg-Sandreuth von Kohle auf Erdgas und die GuD-Technologie um. Im Jahr 2012 folgte das Biomasseheizkraftwerk, das mit Hackschnitzeln aus regionalem Waldrestholz sowie aus der Landschaftspflege betrieben wird. Der Wärmespeicher, der Ende 2014 in Betrieb ging, macht das Heizkraftwerk noch flexibler und erhöht die Einspeisemöglichkeiten für erneuerbare Energien.

Das Heizkraftwerk produzierte im Jahr 2021 rund 850 Mio. kWh Strom und 1.400 Mio. kWh Fernwärme. Mit der Kombination aus Gas- und Dampfturbinen-Anlage, Biomasseheizkraftwerk, Wärmespeicher und Elektroheizer können jährlich rund 200.000 Tonnen CO2 vermieden werden.

EHP-Redaktion

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