Fünf Männer nebeneinander, davon sitzen zwei in einem Strandkorb mit Stadtwerke-Husum-Logo und präsentieren einen Förderbescheid.

Offizielle Übergabe des Förderbescheids (v.l.): Thomas Leven, Leiter Energiewirtschaft und neue Geschäftsfelder der Stadtwerke Husum, Martin Kindl, Bürgermeister von Husum, Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein, Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum, Matthias Forthmann, Projektleiter Wärme und Contracting der Stadtwerke Husum (Quelle: Stadtwerke Husum)

Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein, überreichte den Förderbescheid für Gelder aus dem kommunalen Wärmefonds des Ministeriums persönlich an Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum. „Wir bedanken uns beim Land Schleswig-Holstein für die Förderung, die uns in unserem Projekt und damit in unseren Planungen für eine klimafreundliche Wärmeversorgung Husums einen wesentlichen Schritt voranbringt“, so Kretschmann. Die Fördersumme von insgesamt 152.000 € fließt direkt in eine Machbarkeitsstudie zur Erstellung einer Tiefengeothermiebohrung und damit verbundene Projektschritte.

Mit der Machbarkeitsstudie sollen im Vorfeld von Probebohrungen die Erfolgsbedingungen des Geothermieprojekts geprüft werden. „Welche Erfolgsaussichten ein Vorhaben hat, bewerten die Experten auf der Basis einer Vielzahl von bestehenden und neu zu erhebenden geologischen und seismischen Daten“, erklärt Matthias Forthmann, der das Tiefengeothermieprojekt bei den Stadtwerken Husum leitet. 

Verläuft alles nach Plan, rechnet er damit, dass die Ergebnisse der Studie den Stadtwerken im vierten Quartal 2026 vorliegen. „Bis zur eigentlichen Probebohrung – sofern die Machbarkeitsstudie positiv ausfällt – wird jedoch noch einige Zeit ins Land gehen“, sagt Forthmann. Denn für tatsächliche Bohrungen müssen im Vorfeld zunächst u.a. Betriebspläne erstellt, behördlich geprüft und zugelassen werden. Zudem wäre ein gesondertes Beteiligungsverfahren erforderlich. 

Ein aufwändiges Projekt, das sich für die zukünftige Wärmeversorgung Husums jedoch durchaus lohnen könnte. „Aus einer Tiefengeothermiebohrung lassen sich 24 GW Wärme generieren. Das reicht aus, um bis zu 2.000 Haushalte mit Wärme zu versorgen“, erklärt Thomas Leven, Leiter Energiewirtschaft und neue Geschäftsfelder bei den Stadtwerken Husum.

EHP-Redaktion

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