Martin Trunk vom Stadtwerk Haßfurt installiert Aidon-FMD-Geräte an einer Transformatorstation. (Bildquelle: Aidon)
Im Jahr 2023 hat sich die Stadtwerk Haßfurt GmbH für ein Pilotprojekt mit der Aidon-Lösung zur Überwachung von Ortsnetzstationen entschieden, die schon sehr erfolgreich bei vielen skandinavischen Verteilnetzbetreibern in Betrieb ist. Mit entscheidend für die Auswahl der Aidon-Lösung war die Tatsache, dass mit den FMD-Modulen nicht nur die Werte für Strom, Spannung und Leistung, sondern auch Power-Quality-Messwerte erfasst werden können. Die Stadtwerke Haßfurt gehören damit zu den ersten Stadtwerken in Deutschland, die diese Technologie von Aidon nutzen.
Jetzt wurde das Pilotprojekt erweitert. Dabei wurden zwei Ortsnetzstationen mit einmal 11 und einmal 12 Kabelabgängen erfolgreich mit der Lösung ausgestattet. Die Installation der FMD-Module mit jeweils 3×4 Kabelumbauwandlern erfolgte auf einer C-Schiene im Kabelkeller unterhalb der Niederspannungsverteilung. Je nach Kabelanzahl können die FMD-Module flexibel zusammengesteckt werden, sodass bis zu 18 Niederspannungskabel pro CT-Meter erfasst werden können. Für die Anbindung an das Aidon-CT-Meter, einem 4-Quadrantenzähler zur Erfassung der Gesamtbelastung der Station einschließlich eines Multi-IO-Adapters zum Anschluss verschiedener Sensoren (Temperatur-, Feuchtigkeits-, Tür-Sensoren), sind lediglich zwei Kabelverbindungen erforderlich. Dieses CT-Meter fungiert auch als Gateway und überträgt die gesammelten Daten über LTE 4G.
Die Entscheidung für Kabelverbindungen sowohl bei den Wandlern als auch bei den FMD-Modulen trifft Aidon bewusst, da diese erheblich störungsunanfälliger sind als Funkverbindungen. „Wir haben festgestellt, dass bei der Montage der Kabelumbauwandler trotz des geringen Abstands der einzelnen Leiter zueinander keine großen Schwierigkeiten auftreten“, erklärt Felix Zösch, Technischer Leiter und Prokurist der Stadtwerk Haßfurt GmbH.
Aidon unterstützt sowohl Retrofit-Lösungen als auch neue Installationen. „Bei Neuanlagen werden wir künftig Sicherungsschaltleisten mit integrierten Stromwandlern standardmäßig verwenden, um die Umbauzeit zu reduzieren. Bei bestehenden Stationen sind wir auf die retrofit-Lösungen angewiesen“, ergänzt Zösch.