v.l.: Markus Scheffler (Leiter Infrastruktur und Sicherheit), Dr. Hendrik Neumann (CTO), Dr. Frank Reyer (Leiter Systemführung). (Bildquelle: Amprion GmbH/Daniel Schumann)
Die Hauptschaltleitung (HSL) in Brauweiler ist das operative Herzstück der Amprion-Systemführung und eine der modernsten Leitwarten ihrer Art. Hier laufen Daten aus tausenden Messpunkten zusammen und es wird in Echtzeit entschieden, wie Stromflüsse gesteuert werden und Strom aus Windparks, Solaranlagen oder konventionellen Kraftwerken in das System integriert wird. Von hier aus steuert Amprion das Stromnetz und übernimmt wichtige übergeordnete Aufgaben. So überwacht die Amprion-HSL die Netzfrequenz für Kontinentaleuropa und übernimmt im Falle größerer und längerer Frequenzabweichungen die Koordination der Hilfsmaßnahmen.
Neue Anforderungen, neue Lösungen
Mit dem Neubau schafft Amprion nicht nur neue Arbeitsmöglichkeiten auf dem Campus in Brauweiler, sondern passt auch die technische Infrastruktur auf aktuelle und künftige Herausforderungen an. „Das System jederzeit sicher zu betreiben und im Gleichgewicht zu halten, erfordert in immer kürzerer Zeit mehr Entscheidungen. Diesen neuen Anforderungen tragen wir auch im Konzept unserer Leitwarten und der eingesetzten Computersysteme Rechnung und machen den Standort so fit für die Zukunft”, sagt Dr. Frank Reyer, Leiter der Amprion-Systemführung.
„Entscheidend sind die Menschen, die an diesem Standort jeden Tag ein Höchstmaß an Verantwortung tragen und mit ihrer Arbeit für eine sichere Stromversorgung in Deutschland und Europa sorgen. Deshalb bin ich froh, dass wir unseren Mitarbeitenden mit diesem Neubau moderne Arbeitsplätze und eine gute Arbeitsatmosphäre ermöglichen”, führt Dr. Hendrik Neumann, CTO von Amprion, anlässlich der Eröffnungsfeier aus.
Ein Standort mit Historie
Mit der Investition setzt Amprion seinen Wachstumskurs fort. Insgesamt plant das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr rund 400 neue Mitarbeitende an mehr als 30 Standorten neu einzustellen. Der Standort in Brauweiler bei Köln blickt auf eine fast 100-jährige Geschichte zurück. Von hier aus wurde bereits die erste Hochspannungsleitung gebaut, um Pumpspeicherkraftwerke in den Alpen mit Kraftwerken im Ruhrgebiet zu verbinden. Heute steuern und überwachen die Expertinnen und Experten von Amprion hier das Stromnetz mithilfe modernster Technologien.