Aus der Luft untersuchen Fachleute den Planungsraum von Korridor B – hier an der Elbe – auf mögliche archäologische Fundstellen.

Aus der Luft untersuchen Fachleute den Planungsraum von Korridor B – hier an der Elbe – auf mögliche archäologische Fundstellen. (Quelle: Amprion)

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion beginnt mit einer zweiten Befliegung per Kleinflugzeug für die geplante Gleichstromverbindung Korridor B. Ziel ist es, hochgenaue Bildaufnahmen der Trassenkorridore zu erhalten. Mithilfe der Luftbilder können potenzielle archäologische Fundstellen wie alte Graben- oder Siedlungsstrukturen entdeckt und ohne Eingriff dokumentiert werden.

Die Hansa Luft Bild AG aus dem nordrhein-westfälischen Münster wird für bis zu sieben Flugtage im Korridor-B-Projektgebiet Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein mit einem zweimotorigen Kleinflugzeug in einer Höhe von rund 1.155 Metern unterwegs sein. Die Befliegung umfasst die Vorschlagstrassenkorridore sowie einige Trassenkorridoralternativen für Korridor B. Sie findet nur bei geeigneten Witterungsbedingungen statt. So darf die Bildqualität nicht durch Wolken, Wolkenschatten, Nebel oder Dunst beeinträchtigt sein. Das Befliegungsgebiet muss zudem frei von Hoch-wasser und großflächigem Rauch sein.

Das Gleichstromprojekt Korridor B

Korridor B umfasst die beiden seit 2021 im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) verankerten Leitungsbauvorhaben Heide/West – Polsum (Nr. 48) und Wilhelmshaven – Hamm (Nr. 49). Die Vorhaben werden in Höchstspannungsgleichstrom-Technologie (HGÜ) mit einer Nenngleichspannung von 525 Kilovolt umgesetzt. Amprion plant Korridor B vorrangig als Erdkabel. Die Übertragungskapazität beträgt insgesamt vier Gigawatt elektrische Leistung (ohne Leerrohrsysteme).

ew-Redaktion

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