Schleppzeiger- und Erfahrungswerte haben den Stadtwerken Baiersdorf bisher dabei geholfen, ihr Niederspannungsnetz einzuschätzen. Künftig setzt das Unternehmen auf die Netzmonitoringlösung Smight Grid2.

Schleppzeiger- und Erfahrungswerte haben den Stadtwerken Baiersdorf bisher dabei geholfen, ihr Niederspannungsnetz einzuschätzen. Künftig setzt das Unternehmen auf die Netzmonitoringlösung Smight Grid2. (Quelle: Smight GmbH)

Schleppzeiger- und Erfahrungswerte haben den Stadtwerken Baiersdorf bisher immer dabei geholfen, ihr Niederspannungsnetz einzuschätzen. Dass diese Informationen auf Dauer nicht mehr ausreichen, wurde spätestens klar, als 2023 ein Neubaugebiet erschlossen werden sollte. Patrick Nass, Vorstand der Stadtwerke Baiersdorf, und sein Team machten sich auf die Suche nach einer zeitgemäßen Lösung für das Netzmonitoring, um die zwei betroffenen Stationen permanent zu beobachten und die Auswirkungen der zusätzlichen Belastung im Netz bewerten zu können. Auf der Suche nach einem System, dass nicht nur Daten liefert, sondern diese auch anwenderfreundlich aufbereitet, stieß das Unternehmen auf Smight Grid2. Es folgte ein achtwöchiges Pilotprojekt.

„Der einfache und schnelle Einbau ist ein Vorteil – ausschlaggebend für die Wahl auf Smight aber war zum einen die Visualisierung der Daten im Smight IQ Cockpit und zum anderen eine ausführliche, vorgestellte Analyse der Daten nach der Pilotphase“, erklärt Patrick Nass, Vorstand der Stadtwerke Baiersdorf. „Diese Auswertung hat uns gezeigt, was wir alles aus den Daten lesen können und wie wir damit arbeiten können. Das ist genau das, was ich gebraucht habe.“

Was die Daten sagen

Schon in der Baustellenphase zeigten sich deutliche Auswirkungen vor allem auf einem Abgang, der mit Baustrom und einem Straßenzug belegt ist. Es zeigten sich bei dem mit 160 Ampere abgesicherten Abgang Stromspitzen von über 180 Ampere, verursacht durch Anlaufspitzen zweier Arbeitskräne. „Die permanente Messung gibt uns ein gutes Gefühl, denn wir können handeln, bevor es kritisch wird“, erklärt Patrick Nass. Im Falle der beiden Ortsnetzstationen haben sich die Stadtwerke Baiersdorf daher auf einen geplanten Netzausbau entschieden, um das Netz zu entlasten.

Unterstützung in vielen Bereichen

Künftig soll Smight Grid2 die Mitarbeitenden unter anderem auch bei Anschlussanfragen unterstützen. Alleine 128 Anfragen für PV-Anlagen mussten die Stadtwerke bearbeiten: eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem Blick können die Mitarbeitenden nun bewerten, ob die Station, beziehungsweise die Abgänge die neuen Einspeiser verkraften oder nicht. „Eine Nachbargemeinde hat durch die hohe PV-Einspeisung tatsächlich große Probleme bekommen und musste kurzfristig nachrüsten – soweit möchte ich es nicht kommen lassen.“

Vorbereitet für die Zukunft

In den nächsten Wochen statten die Stadtwerke Baiersdorf über 44 Prozent ihrer Ortsnetzstationen mit Smight Grid2 aus und erhoffen sich dadurch die notwendige Transparenz, die sie für die künftigen Herausforderungen benötigen. Auch in Bezug auf die Umsetzung von §14a EnWG ist es wichtiger denn je, das Netz zu kennen und vorausschauend zu handeln. Patrick Nass fasst zusammen: „Mein Ziel ist es, mit Smight Grid2 mein Netz so gut unter Kontrolle zu halten, damit ich gar nicht erst in die Handlungsnot komme.“

ew-Redaktion

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