Den heterogenen Strukturen von Niederspannungsnetzen begegnet das SGIM- Konzept von EMH Energie-Messtechnik GmbH mit Modularität und maximaler Flexibilität. (Bildquelle: EMH Energie-Messtechnik GmbH)
Zur Infrastruktur der Niederspannungsnetze zählen allein in Deutschland rund 650.000 Ortsnetzstationen sowie mehr als eine Million Kabelverteilerschränke, deren Konstruktion und Konfiguration teils erheblich voneinander abweichen. Damit regulatorische Vorgaben wie Redispatch 2.0 oder Lastmanagement entsprechend §14a EnWG überhaupt erfüllbar sind, muss eine Vielzahl dieser Knotenpunkte aussagefähige Daten zur aktuellen Lastsituation fortlaufend bereitstellen können. „Um die vom Gesetzgeber geforderte Netztransparenz zu erreichen, muss grob geschätzt mindestens ein Viertel der in den Ortsnetzen vorhandenen Knotenpunkte digitalisiert sein“, sagt Lars Busekrus, Vertriebsleiter der EMH Energie-Messtechnik GmbH. Welche Anlagen in welchem Umfang modernisiert werden müssen, fällt praktisch in jedem Ortsnetz anders aus, und strukturelle Veränderungen stellen die Auswahl immer wieder auf den Prüfstand.
Umgehend verbesserte Netztransparenz
„Die Vorstellung, Ortsnetze auf Basis einer durchgehenden Standardlösung zu digitalisieren, ist illusorisch“, stellt EMH-Vertriebsleiter Busekrus fest. Den heterogenen Strukturen von Niederspannungsnetzen begegnet das SGIM-Konzept von EMH daher mit Modularität und maximaler Flexibilität, wie zum Beispiel:
- Basismodul in variablen Bauformen (SGIM, SGIM60 u.a.), mit oder ohne Vorinstallationen
- Einfache Integration vorhandener Messtechnik (z.B. KuRi) via Modbus
- Einbindung und Weiterleitung von Daten beliebiger Sensoren (z.B. Türöffner, Temperaturfühler, Videoüberwachung, Zugangskontrolle)
- Optionale Bereitstellung mit integriertem HMI-Display, VIVAVIS ACOS 730 Fernwirkgerät, Garderos-Router oder Hardware anderer Drittanbieter
- Support von Pilotprojekten zur Auswahl geeigneter Standorte
- Open-Source-Software
„Sind die geeigneten Standorte erst einmal ausgewählt, können passgenau vorbereitete SGIM-Systeme üblicherweise innerhalb von sechs bis acht Wochen geliefert und umgehend installiert werden“, so Lars Busekrus. „Bereits mit Inbetriebnahme weniger Geräte profitieren Netzbetreiber von einer spürbar verbesserten Datenlage, nach und nach entsteht dann ein umfassendes und jederzeit aktuelles Lagebild.“ Darüber hinaus begleitet EMH auch die Schulung des Bedienpersonals im Umgang mit dem SGIM-System und realisiert die Verknüpfung mit kundenspezifischen Systemen der Netzleittechnik.