Mit der IoT-Lösung „2CoreSIM“ stehen zwei voneinander unabhängige Mobilfunkinfrastrukturen bereit – vom Kernnetz bis zur Funkzelle. So wird eine resiliente Vernetzungslösung für kritische Infrastrukturen möglich. (Bildquelle: psdesign1/stock.adobe.com)
Der Telekommunikationsanbieter Telefónica Deutschland gewinnt mit dem deutschen Unternehmen Crout einen neuen Partner für das Internet der Dinge. Gemeinsam bringen die Unternehmen ab sofort die sogenannte „2CoreSIM“ in den Markt: eine IoT-Lösung, die zwei unabhängige Netzprofile auf einer SIM-Karte kombiniert und bei Störungen automatisch auf die alternative Verbindung wechselt.
„Digitale Prozesse werden für Unternehmen immer geschäftskritischer. Wer Warenströme überwacht, medizinische Daten überträgt, Sicherheitssysteme steuert oder Backup-Systeme betreibt, braucht Konnektivität, die auch im Störfall funktioniert“, sagt Jörg Kablitz, Chief Partner & Wholesale Officer von Telefónica Deutschland. „Die Partnerschaft mit Crout zeigt, wie aus starken Netzen, IoT-Kompetenz und intelligenter SIM-Technologie eine Lösung entsteht, die Unternehmen mehr Ausfallsicherheit und operative Kontrolle gibt.“
„Crout entwickelt IoT-Lösungen für Unternehmen, die Vernetzung nicht als Zusatzfunktion, sondern als Teil ihres Kerngeschäfts verstehen“, sagt Frank Kiesewetter, CEO von Crout. „Wenn Videoüberwachung und Alarmanlagen ausfallen, kann das unmittelbare Sicherheitsrisiken und finanzielle Folgen haben. Auch Waldbrand- und Hochwasserfrühwarnsysteme funktionieren nur, wenn Alarme rechtzeitig ankommen. Gemeinsam mit Telefónica Deutschland bringen wir daher resiliente Konnektivität dorthin, wo Ausfälle besonders teuer, riskant oder geschäftskritisch sind. Die Lösung reduziert Komplexität und verankert Ausfallsicherheit direkt in der SIM.“
Mit der neuen Lösung adressieren Telefónica Deutschland und Crout Unternehmen, deren digitale Anwendungen und Backup-Systeme auch bei Netzstörungen, schwankender Abdeckung oder technischen Ausfällen zuverlässig verbunden bleiben müssen. Die SIM-Karte nutzt ein Profil für das sehr gut ausgebaute Mobilfunknetz von Telefónica Deutschland und ein zweites Profil, das auf das Netz und den internationalen Roaming-Footprint des maltesischen Mobilfunknetzbetreibers Melita zugreift. Damit stehen zwei voneinander unabhängige Infrastrukturen bereit – vom Kernnetz bis zur Funkzelle.
Die Intelligenz steckt direkt in der SIM
Der technische Kern der Lösung liegt in der SIM-Karte selbst. Sie kann automatisch zwischen zwei eSIM-Profilen wechseln, ohne dass Unternehmen zusätzliche Apps installieren oder eigene Profile manuell einrichten müssen. Daher kommt der Produktname „2CoreSIM“. Ist die primäre Verbindung nicht verfügbar – zum Beispiel aufgrund fehlender Funkversorgung, lokaler Störungen oder größerer Systemausfälle im Kernnetz oder in der IT – aktiviert die SIM das alternative Profil. Die Steuerung erfolgt direkt auf der Karte, die in das jeweilige IoT-Gerät eingebaut wird.
Die Lösung geht damit über klassisches Roaming hinaus. Sie setzt nicht nur auf mehrere Funknetze, sondern auf zwei voneinander getrennte Netzprofile und Infrastrukturen. Perspektivisch kann die SIM verschiedene Netzebenen einbinden – terrestrische Mobilfunknetze, satellitengestützte Verbindungen und Kurzstreckenfunk.