Mit einer Spitzenleistung von 7,2 kWh ist die neue PV-Anlage der Familie Maier die "Standardanalage" unter den Solarerzeugern Bildquelle: Bayernwerk
Vor allem Sonnenenergie wollen immer mehr Bürger dabei anschließen. Gab es 2021 monatlich noch rund 4000 Einspeiseanfragen beim Bayernwerk so sind es heute von Mainfranken bis in den Chiemgau fast 10000 Anfragen, die beim größten bayerischen Verteilnetzbetreiber eingehen. Private Solaranlagen auf Hausdächern tragen immer mehr zu diesem zweiten Anschlussboom bei, darunter die neue 10 kWp-Anlage der Familie Maier im niederbayerischen Altdorf, erläutert der Netzbetreiber.
Von den aktuell 400000 angeschlossenen PV-Anlagen sind fast die Hälfte Hausdachanlagen. Kein anderes Bundesland erzeuge so viel erneuerbare Energie aus Photovoltaik, sagt der Bayernwerk Vorstandsvorsitzende Dr. Egon Westphal. Gleichzeitig fordere die hohe Nachfrage nach Anschlüssen auch die Netze heraus: "Um all die erneuerbaren Energien anzuschließen, müssen sich die Rahmenbedingungen für Netzbetreiber verbessern: Schnellere Genehmigungsverfahren, Entbürokratisierung und ein Landesbedarfsplangesetz sind die Eckpunkte, die wir auf dem Weg in ein klimaneutrales Bayern brauchen", so Westphal.
Mit einer Spitzenleistung von 7,2 kWh ist die neue PV-Anlage der Maiers laut Bayernwerk die "Standardanalage" unter den Solarerzeugern. Denn Anlagen, die zwischen 4 und 10 kWp leisten, bilden mit rund 46 % den Löwenanteil der PV-Anlagen im Bayernwerk-Netz. Hinzu kommen kleine Anlagen im Bereich von bis zu 4 kWp (10 %), mittelgroße Dachanlagen zwischen 10 und 30 kWp (36 %) sowie große Dachanlagen und Solarparks mit einer Leistung von über 30 kWp (8 %).
Über 70 % grüner Strom im bayerischen Verteilnetz
Mittlerweile hat die Gesamt-Quote des aus regenerativer Erzeugung eingespeisten Stroms im Netz des Bayerwerks 2022 einen neuen Rekordwert erreicht. So ist der Anteil im regionalen Verteilnetz in Bayern auf über 70 % gestiegen. 2022 ist fast vier Mal mehr grüner Strom durch das Bayernwerk-Netz geflossen als alle privaten Haushalte im Netzgebiet zusammen in dem Jahr verbraucht haben.