Der Standort liegt strategisch in einem von e.dis ausgewiesenen Entlastungsgebiet, einer Region, die aufgrund des hohen Anteils erneuerbarer Energieerzeugung besonders anfällig für Netzengpässe ist (Bildquelle: re.venture
Das Projekt sei der größte im Netzgebiet der e.dis genehmigte Batteriespeicher-Kapazität und zähle zu den größten genehmigten Speicherparks Deutschlands, betont re.venture. Auf einer Fläche von 1,5 ha entsteht eine Leistung von 60 MW mit einer Speicherkapazität von 240 MWh. Dies reicht aus, um die Stadt Neuruppin für 12 h mit Strom zu versorgen.
Der Standort liegt strategisch in einem von e.dis ausgewiesenen Entlastungsgebiet, einer Region, die aufgrund des hohen Anteils erneuerbarer Energieerzeugung besonders anfällig für Netzengpässe ist. Mit dem Bau des Batterieparks sollen Stromausfälle verhindert werden, indem grüner Überschussstrom aufgefangen und später nutzbar gemacht wird.
Laut re.venture bringt der Bau des Parks erhebliche wirtschaftliche Impulse mit sich: Der Bedarf an kostspieligen Redispatch- und Abregelungsmaßnahmen sinke, Systemkosten würden reduziert und die Standortattraktivität der Region steige. Durch Gewerbesteuern und freiwillige Beteiligungsmodelle in Kooperation mit der Kommune bleibe zudem ein Großteil der Wertschöpfung vor Ort und komme der Region direkt zugute.
Reaktion nahezu in Echtzeit
Zwei eigene Umspannwerke mit direktem Anschluss an die 110-kV-Ebene gewährleisten die direkte Integration ins Netz. Dank Fast Frequency Response gleicht der Speicher Netzschwankungen im Millisekundenbereich und damit nahezu in Echtzeit aus. Zusätzlich kann der Speicher wichtige Systemdienstleistungen wie Primärregelleistung (FCR), Sekundär- und Minutenreserve (aFRR/mFRR) sowie Schwarzstartfähigkeit bereitstellen.
Dank seiner modularen Architektur lässt sich die Kapazität flexibel auf bis zu 480 MWh erweitern, um sich an zukünftige Energiebedarfe anzupassen. Der Baubeginn ist für 2026 geplant, die Inbetriebnahme für 2027.