BTU und PSI entwickeln Smart-Grid-Reallabor und Netztrainingssimulator

Basierend auf der neuesten Generation PSIprins 9 wird ein neuer Netztrainingssimulator mit einer verbesserten Prozesssimulation durch DIgSilent PowerFactory geliefert (Bildquelle: Brandenburgische Technische Universität Cottbus)

Das Ziel ist es, das bestehende Campus-Micro-Grid zu einem vollwertigen Smart-Grid-Reallabor weiterzuentwickeln und die Netzleittechnik funktional wie technologisch für den Sektorverbund von Strom, Wärme, Kälte sowie bilanziell Gas zu ertüchtigen. Im Fokus des Strukturwandelprojektes EIZ – Energieinnovationszentrum an der BTU Cottbus unter Federführung des Lehrstuhls für Hochspannungstechnik und Elektrische Anlagen stehen dabei insbesondere Maßnahmen zur Steuerung dezentraler Energiestrukturen für den Sektorverbundbetrieb.

Parallel dazu entsteht eine moderne Schulungs- und Forschungsumgebung. Der Netztrainingssimulator der dritten Generation basiert wieder auf der Plattform PSIprins mit PowerFactory als Berechnungskern und ermöglicht realitätsnahe Ausbildungs- und Trainingsszenarien zur Durchführung von universitärer Ausbildung und Forschung für eine digitalisierte Energieflusssteuerung.

Realitätsnahe, reglungstechnische Abbildung

Dabei nutzt man leistungsfähige Echtzeitberechnungen für den Leistungsfluss, die Netzsicherheit und Kurzschlussstromberechnung. Eingesetzt werden dafür laut der Projektpartner umfangreiche Modellierungen, darunter realistische Kraftwerksmodelle, Einspeisemodelle für Windenergie- und Photovoltaikanlagen, Transformatormodelle sowie flexible Lastmodelle. Eine Besonderheit ist hierbei laut der Projektpartner die realitätsnahe, reglungstechnische Abbildung der Erzeuger, wie thermische Kraftwerke bis zur Feuerung und die Stromeinspeisung von erneuerbaren Energien abgeleitet aus der Windgeschwindigkeit oder Globalstrahlung am Anlagenstandort.

np-Redaktion

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