Die Hamburger Energienetze wollen jedes Jahr aufs Neue analysieren, wie viel Leistung in der Mittel- und Hochspannung vergeben werden kann (Bildquelle: Hamburg Energie)
Bis der Ausbau durch den Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz an den Schnittstellen erfolgt ist, können in der Hansestadt derzeit keine zusätzlichen Großanschlüsse mit Leistungsbedarfen größer 1,5 MVA in der Hoch- bzw. Mittelspannung vergeben werden. Sobald Leistungsreserven vorhanden sind, werden diese transparent und diskriminierungsfrei unter den Antragstellern für neue Anschlüsse und Bestandskunden mit Anfragen zu Leistungserhöhungen aufgeteilt. Dazu wird die verfügbare Leistung von den Hamburger Energienetzen jedes Jahr aufs Neue berechnet.
Zugesicherte Anschlüsse werden realisiert
Bereits vor dem Start des Fair Grid-Projekts zugesicherte Anschlüsse und Leistung in der Mittel- und Hochspannung werden vertragsgemäß realisiert. Für die Bereiche Industrie, Wärmeversorgung und Mobilitätswende, aber auch für Rechenzentren werden dabei in den nächsten Jahren zusätzliche Anschlüsse mit einer Gesamtleistung von über 400 MW realisiert. Aktuell liegt die Netzhöchstlast im Hamburger Verteilnetz bei rund 1800 MW.
Netzanschlüsse für Projekte der ortsnotwendigen Daseinsvorsorge, etwa für neue Krankenhäuser oder den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, werden im Rahmen des neuen Zuteilungsverfahrens der Hamburger Energienetze prioritär behandelt und angeschlossen.
Keine Änderungen gibt es für neue Netzanschlüsse von Verbrauchsanlagen mit einem geringeren Leistungsbedarf bis 1,5 MVA Bezugsleistung. Unternehmen, die in Hamburg neue Verbrauchsanlagen mit hohem Leistungsbedarf mit mehr als 1,5 MVA in der Hoch- bzw. Mittelspannung planen, bieten die Hamburger Energienetze individuelle Gespräche zu möglichen Übergangslösungen und Realisierungszeitpunkten für die jeweiligen Projekte an.