Tobias van Hasselt vom TÜV Nord (l.) übergibt das ISO 55001:2024-Zertifikat für die LVN an LEW-Vorstandsmitglied Malte Sunderkötter (Bildquelle: LEW)
Die Zertifizierung bestätigt, dass die LVN ihre Netzinfrastruktur – von Leitungen über Ortsnetzstationen bis hin zu Umspannwerken und Großtransformatoren – nach klaren und einheitlichen Vorgaben steuert. So ist gewährleistet, dass der Netzbetreiber seine Investitionen sowie Aufwendungen für Betrieb und Unterhalt effizient und im Hinblick auf definierte Zielkriterien optimal einsetzt.
Konkret beschreibt die Norm, wie Netzbetreiber anhand eines strukturierten Management-Prozesses Entscheidungen über Ausbau, Erneuerung und Instandhaltung von Betriebsmitteln treffen. Es geht dabei um Fragen wie: Modernisieren wir eine Trafostation oder bauen wir eine größere? Bauen wir ein neues Umspannwerk? Wann verkabeln wir eine Mittelspannungsfreileitung? Die LVN bewertet solche Maßnahmen anhand von fünf Kriterien: Sicherheit, Versorgungsqualität, effektiver und effizienter Einsatz der Finanzmittel, Rechts- und Umweltkonformität sowie Verlässlichkeit für Kommunen und Netzkunden. Ein laufendes Monitoring gewährleistet eine Erfolgskontrolle im Hinblick auf die Zielkriterien.
Strategisches Asset-Management seit 2023 im Aufbau
Die LVN hat das strategische Asset-Management seit 2023 schrittweise aufgebaut und in den laufenden Netzbetrieb integriert. Fachbereiche aus Planung, Betrieb und Asset-Management haben gemeinsam mit einem zentralen Projektteam die Bewertungslogik entwickelt und in ihre Arbeitsabläufe übernommen. Dazu gehören einheitliche Kriterien für die Analyse des Anlagenzustands, die Bewertung von Risiken und Chancen, die Priorisierung von Investitionen sowie die kontinuierliche Überprüfung, ob und wie die Maßnahmen auf die definierten Ziele einzahlen.