Projekt CyberStress entwickelt Methodik gegen IT-Angriffe

Prof. Florian Steinke von der TU Darmstadt und Ines Schultze (kaufmännische Vorständin e-netz Südhessen) präsentieren die technischen Ausstattung für das Projekt (Bildquelle: e-netz Südhessen AG)

Ziel ist es, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und den gesellschaftlichen Schutz zu stärken, indem systematisch überprüft wird, wie robust Stromnetze gegenüber IT-Angriffen sind. Am Projekt beteiligt sind die TU Darmstadt, e-netz Südhessen, Q-Group sowie die Universität zu Köln (Lehrstuhl Recht der Digitalisierung, Institut für Digitalisierung). Assoziierte Partner sind die Bundesnetzagentur und der Übertragungsnetzbetreiber Amprion.

Die Projektpartner präsentierten dazu einen im Projekt entwickelten Realdemonstrator, der in einer Transformatorenstation des Verteilnetzbetreibers verbaut wurde. Ein von der TU Darmstadt entwickelter Algorithmus erkennt und warnt vor Anomalien im Stromnetz, zum Beispiel bei plötzlich auftretenden Laständerungen durch manipulierte Ladevorgänge von E-Autos, die die elektrische Leistung in kürzester Zeit stark ansteigen lassen.

Nachstellen von realen Angriffsszenarien

"Der Realdemonstrator erlaubt uns, reale Angriffsszenarien nachzustellen und Detektions- sowie Abwehrstrategien unter realistischen Bedingungen zu erproben. So schaffen wir die Grundlagen, damit Netzbetreiber künftige Risiken frühzeitig erkennen und die Energieversorgung auch in einer zunehmend digitalen Welt zuverlässig sicherstellen können", erklärt Prof. Florian Steinke vom Fachgebiet Energy Information Networks and Systems der TU Darmstadt.

Ines Schultze, kaufmännische Vorständin der e-netz Südhessen, betont: "CyberStress hilft uns dabei, unser Netz gezielt auf Cyberangriffe zu testen und Maßnahmen abzuleiten, um es noch widerstandsfähiger zu machen."

np-Redaktion

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