Die deutschen Strom- und Gasnetzbetreiber haben im Jahr 2018 Investitionen von 6,9 Mrd. € in Stromnetze und 2,7 Mrd. € in Gasnetze getätigt.

Die Energiewende bringt für die Netzinfrastruktur gewaltige Herausforderungen mit sich (Bild: TransnetBW)

Ein steigender Anteil erneuerbarer Energien, ein verstärkter Einsatz von Gas und immer mehr klimaneutralen Gasen sowie eine wachsende Zahl von Elektroautos auf Deutschlands Straßen: Die Energiewende bringt für die Netzinfrastruktur gewaltige Herausforderungen mit sich.

Investitionen der Netzbetreiber haben sich verdoppelt

Allein im Jahr 2018 flossen 6,9 Milliarden Euro in die Stromnetze und 2,7 Milliarden Euro in die Gasnetze. Damit haben sich im Zuge der Energiewende die Investitionen der Netzbetreiber von 4,6 Mrd. € im Jahr 2009 auf 9,6 Mrd. € im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. Im Jahr 2019 investierten die Netzbetreiber Schätzungen zufolge sogar rd. 11 Mrd. €. Endgültige Daten für 2019 liegen erst Ende des Jahres vor.

"Investitionen in die Netzinfrastruktur bringen Versorgungssicherheit, liefern ein Beitrag zur Daseinsvorsorge und für die Wertschöpfung vor Ort. Sie schaffen Wirtschaftswachstum und sichern Arbeitsplätze in den Regionen. Es ist deshalb wichtig, dass die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in reale Investitionen umgesetzt wird", sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. "Damit die Netzbetreiber weiter ihren Beitrag zur Energie-, Wärme- und Verkehrswende leisten können, ist ein nachhaltig wirkender Regulierungsrahmen für die milliardenschweren Investitionen in die Netzinfrastruktur grundlegend. Zudem bremsen langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren oftmals Investitionen aus."

np-Redaktion

Ähnliche Beiträge