Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) veröffentlichen 2023 erstmals gemeinsam bundeseinheitliche Übertragungsnetzentgelte.

Ab 2023 gelten erstmals bundeseinheitliche Übertragungsnetzentgelte (Bild: Pixabay)

Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW begrüßen den Vorstoß der Bundesregierung, den Anstieg der Netzentgelte im Stromtransportnetz zu begrenzen. Mit Hilfe des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung sollen die Netzentgelte auf dem Niveau des Vorjahrs stabilisiert werden. Auf dieser Basis liegen die vorläufigen durchschnittlichen Netzentgelte im nächsten Jahr bei 3,12 Ct/kWh. 

Die Berechnung der bundeseinheitlichen Übertragungsnetzentgelte ergibt sich aus der Prognose der Kostenbasis (Erlösobergrenze/EOG) und den Absatzmengen für das Jahr 2023. Für dieses Jahr sehen die ÜNB bei der EOG starke Kostensteigerungen. Die Hauptursache dafür liegt bei den erheblichen Preissteigerungen auf den Brennstoff- und Strommärkten, die vor allem auf Russlands Krieg gegen die Ukraine zurückzuführen sind. Diese sorgen mindestens im laufenden und im kommenden Jahr für Steigerungen, vor allem bei den Redispatch-Kosten und bei den Kosten für die Netzreserve, für die Vorhaltung von Regelleistung sowie für die Beschaffung von Verlustenergie.

Die jetzt veröffentlichten ÜNB-Netzentgelte sind vorläufig. Sie stehen unter dem Vorbehalt, dass die gesetzliche Grundlage zur Stabilisierung bis zum 6. Dezember 2022 vorliegt.

Übersicht

Regelzone 2022: Netzentgelte in den vier Regelzonen
Ct/kWh
2023: Bundeseinheitliche Netzentgelte
Ct/kWh
50Hertz 3,04 3,12
Amprion 2,94  
Tennet 3,29  
TransteBW 3,03  
np_Redaktion

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