Workwear-Branche zeigt Wege hin zu Kreislaufwirtschaft und CO₂-Transparenz

Der Nachhaltigkeitstag von Antholzer fand im Schloss Nymphenburg statt (Bildquelle: Antholzer GmbH & Co. KG)

Stefan Antholzer, Geschäftsführer des gleichnamigen Fachhändlers, machte auf der Veranstaltung deutlich: "Heute ist Nachhaltigkeit noch Kür – bald wird sie Pflicht. Wir wollen Brücken bauen zwischen Herstellern und Kunden, um das Thema frühzeitig in die Praxis zu bringen."

Sechs Anbieter präsentierten praxisnahe Lösungen für faire Lieferketten, langlebige Arbeitskleidung und CO₂-Transparenz. Hakro zeigte ein geschlossenes Rücknahmesystem für ausgetragene Unternehmensbekleidung mit digitaler Erfassung von Mengen und Verwertungsquoten – inklusive Reportingdaten für CSRD und Scope 3. Blåkläder setzt auf langlebige Produktqualität und eigene Fertigung statt Siegelvielfalt. Haix forderte messbare CO₂-Kennzahlen entlang der Lieferkette. Das Unternehmen Weitblick zeigte, wie "Design für Dauer" Ressourcen schont und die Total Cost of Ownership verbessert.

Textilrecycling und digitale Nachverfolgbarkeit wird zur Pflicht

Auch soziale Verantwortung spielte eine auf der Veranstaltung im Schloss Nymphenburg in München eine Rolle: So verankert Kübler Workwear mit "Open Costing" existenzsichernde Löhne (Living Wages) in Preisverhandlungen. Eterna spart Verpackungsmaterial und setzt auf recycelte Komponenten. Das Unternehmen Start-up Turns demonstrierte, wie Textilrecycling und digitale Nachverfolgbarkeit künftig zur Pflicht werden. Über das B2B-Portal lassen sich Alttextilien registrieren, Recyclingwege nachweisen und CSRD-Daten abrufen.

Das Fazit des Tages: Kreislaufwirtschaft, faire Arbeitsbedingungen und CO₂-Transparenz werden zur neuen Standardanforderung im Einkauf von Berufskleidung. "Nachhaltigkeit ist kein Wettbewerbsvorteil mehr – sie wird zur Eintrittskarte in den Markt", fasst Stefan Antholzer die gewonnenen Erkenntnisse zusammen.

np-Redaktion

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