Service Techniker auf S3-Turmsegment (Quelle: Jan Oelker)
In Zusammenarbeit mit dem Landespartner Norwegen, vertreten durch das Team Norway, unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Klimaschutz Dr. Robert Habeck, werden die Herausforderungen und Chancen im Kontext des Ausbaus von 30 Gigawatt Windenergie auf See in wenigen Jahren in Deutschland sowie die Verwirklichung der Offshore-Elektrolyse-Ziele thematisiert. „Stärker gemeinsam: Industrieübergreifende Lieferketten ausbauen“, ist das Motto der traditionsreichsten Offshore-Wind Fachkonferenz in Deutschland.
Die Offshore-Windindustrie, die maritime Industrie und die Wasserstoffwirtschaft bieten große Beschäftigungs- und Wertschöpfungspotenziale und stellen die Grundlage einer nachhaltigen Energieversorgung mit hoher Relevanz für die gesamte Industrie dar. Gleichzeitig fehlen derzeit passende Finanzierungsinstrumente für den Aufbau der erforderlichen Produktionskapazitäten in der Offshore-Windindustrie und im Schiffbau. Des Weiteren fehlen mögliche Geschäftsmodelle für die grüne Wasserstoffwirtschaft, eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive, Anreize in den Ausschreibungen für die Reduktion von CO2-Emissionen, Zusagen für den Ausbau der Hafeninfrastruktur und Hinterland-Anbindungen, ausreichend Strom- und Wasserstoffnetze, die Sicherstellung der Verfügbarkeit von erforderlichen Rohstoffen etc. All diese Aufgaben müssen vor dem Hintergrund eines zunehmenden Kostendrucks und internationalen Wettbewerbs bewältigt werden.
Nur die industrieübergreifende, internationale Zusammenarbeit, kombiniert mit einem starken nationalen politischen Rückhalt auf Basis der erforderlichen Industriepolitik für die Offshore Windindustrie, die Wasserstoffwirtschaft und den Schiffbau, lassen die Ausbauziele bis 2030 und darüber hinaus realisierbar werden. So kann die Energiewende ein starker Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor für die Offshore-Windindustrie, die Schiffbauindustrie und die entstehende Wasserstoffwirtschaft werden und dem Risiko der Deindustrialisierung etwas entgegensetzen.
Für den Klimaschutz ist es erforderlich CO2-Emissionen zu reduzieren und zu vermeiden. Das gilt auch für den Ausbau einer nachhaltigen Energieversorgung. Die Offshore-Windenergie und grüner Wasserstoff sind von entscheidender Bedeutung für die Verbesserung der Versorgungssicherheit, für erschwingliche Energiekosten für alle und für die Eindämmung der Klimakrise. Auf dem Weg zu einer Netto-Nullbilanz sollte der CO2-Fußabdruck von Windparks auf See soweit wie möglich über die gesamte Wertschöpfungskette auf ein Minimum reduziert werden. Die Nähe von Produktionsstätten und Service-Standorten zu den stromerzeugenden und wasserstoffproduzierenden Offshore-Windparks ist hierbei ein wichtiger Baustein.
Heike Winkler, Geschäftsführerin des Industrieverbands WAB e.V., sieht in der jetzigen Situation eine historische Chance: „Zukunftsindustriezweige wie die Offshore-Windindustrie, das Wertschöpfungspotenzial für die Schiffbauindustrie, der Aufbau der grünen Wasserstoffwirtschaft und eine wachsende Kreislaufwirtschaft sind erforderlich um dem Risiko Deindustrialisierung etwas entgegenzusetzen. Es geht jetzt um die Beschleunigung der klimagerechten Transformation der gesamten Industrie.“
Weitere Information unter wab.net