
Abb. 2: Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben heute und auch in Zukunft die größten Möglichkeiten, Flexibilitäten in Haushalten zu verschieben. (Quelle: E.ON)
Aus den Ergebnissen der Indikatoren Wärmepumpen, E-Autos, Heimspeicher, Mikro-Flexibilitäten, Flex-Wissen und Flex-Bereitschaft ergab sich ein regionales Vergleichs-Ranking für die Jahre 2025 und 2030. Danach liegt Bayern mit einer potenziell verschiebbaren Energiemenge von 463 Kilowattstunden (kWh) pro Haushalt und starken Umfrage-Platzierungen heute auf Platz eins und hat diese Position auch für 2030 inne (Abb. 2). Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind 2025 beide zweitplatziert. 2030 hat Rheinland-Pfalz dann aber Vorteile gegenüber Baden-Württemberg. Schlusslichter sind die ostdeutschen Bundesländer und die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen.
Tarifanreize zur Hebung der Effizienz
Die Nutzung des ermittelten Potenzials bietet Chancen für das Energiesystem und für Verbraucherinnen und Verbraucher, wie Filip Thon, CEO der E.ON Energie Deutschland, erklärt: „Wir beobachten schon heute, dass viele Menschen bereit sind, ihre vorhandenen Flexibilitäten klug zu nutzen – klug im Sinne eines ausgeglichenen Energiesystems, aber auch im Hinblick auf die Kosten. Flexibilität führt nicht nur zu einer Senkung der eigenen Energiekosten, sondern trägt auch insgesamt zu einem effizienteren und kostengünstigeren Energiesystem bei – wovon letztlich jeder Einzelne indirekt profitiert.“
Um mit dem genannten Potenzial die Energiewende voranzutreiben, schlägt E.ON vor, mittels innovativer Tarife das flexible Nutzungsverhalten auf Verbraucherseite zu fördern. Dass dafür eine grundlegende Sensibilität in der Bevölkerung vorhanden ist, belegt E.ON anhand der YouGov-Ergebnisse. Danach sind 44 Prozent der Bevölkerung über dynamische bzw. flexible Tarife informiert. Mehr als zwei Drittel der Befragten zeigen sich offen für Verbrauchsverschiebungen in eine andere Tageszeit.
Dieses Potenzial gilt es zu aktivieren. Thon erklärt dazu: „Unsere Aufgabe als Branche ist es, Verbraucher bestmöglich bei der Nutzung von Flexibilität mit innovativen Tarifen und der entsprechenden Infrastruktur – Stichwort ‚Smart Meter‘ – zu unterstützen.“ Diese Kunden will E.ON mit einer doppelten Strategie ansprechen. So erklärt Thon weiter: „Als E.ON setzen wir nicht nur auf dynamische Tarife, sondern machen mit flexiblen Tarifen ganz bewusst auch denjenigen Kunden ein Angebot, die nicht permanent den Börsenstrompreis im Blick haben. Sie können risikofrei und komfortabel ihre ohnehin vorhandenen Flexibilitäten für sich arbeiten lassen und finanziell profitieren. Entscheidend ist, dass wir für alle persönlichen Präferenzen Flexibilitäts-Modelle bieten, um das vorhandene Potenzial zu heben. Dabei sehen wir flexible Tarife, also Festpreis-Tarife mit Flexibilitäts-Bonus, als zentral an.“
Weitere Details im Studienpaper.
Zum Regional-Ranking: E.ON Energieatlas.