Eine Reihe in der Tiefe gestaffelter geparkter Autos in unterschiedlichen Farben

Der Markt für elektrisch betriebene Kfz ist innerhalb Europas regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. (Bild: Adobe Stock)

Der europäische Markt für E-Fahrzeuge ist im Jahr 2025 durch große regionale Unterschiede geprägt. Die meisten Fahrzeugkäuferinnen und -käufer in Europa entscheiden sich 2025 für ein Hybrid-Fahrzeug (HEV). Neu zugelassene HEV lagen bei 34,8 % oder 3,45 Mio. Rein batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV) belegten bei den Neuzulassungen Platz 2 mit 2,72 Mio. Neuzulassungen bzw. 27,3 %. Knapp dahinter lagen die Neuzulassungsraten benzinbetriebener Fahrzeuge mit 27,2 % bzw. 2,70 Mio. Deutlich abgeschlagen folgen Diesel-Fahrzeuge (8,1 % bzw. knapp unter 800.000 Fahrzeuge).

Nordeuropa ist BEV-Vorreiter

Der Wechsel hin zum E-Fahrzeug ist insbesondere in Norwegen in vollem Gange. Dort handelt es sich bei fast 97 % aller neu zugelassenen Fahrzeuge um vollelektrische Modelle. Insgesamt wurden dort 2025 über 107.000 BEV-Fahrzeuge registriert. Im Vorjahresvergleich legte die Menge um 31,5 % zu. Entsprechend rückläufig sind Plug-in-Hybrid- (−14,3 %) und Hybrid-Fahrzeuge (−66 %). Hohe Neuzulassungsanteile verzeichnen BEV zudem in Dänemark (über 68 %), Schweden (über 62 %) und Finnland (über 56 %).

In der Mengenbetrachtung führt Deutschland den Markt neuzugelassener vollelektrischer Fahrzeuge mit über 382.000 Einheiten an. Es folgen Großbritannien (knapp unter 350.000) und Frankreich (über 216.000). Damit entfallen auf die drei Länder mehr als ein Drittel des BEV-Absatzes. In der kombinierten Betrachtung von BEV und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen (PHEV) liegt Deutschland bei den Neuzulassungen mit 46,6 % vor Großbritannien (32,2 %). 

Regional unterschiedliche Ausprägung

Den Hybrid-Markt dominieren Italien und Spanien. In Italien wurden über 517.000 Hybrid-Fahrzeuge zugelassen. In Spanien waren es über 354.000. Die Technologie gilt dort als bezahlbare Brücke zur elektrifizierten Mobilität. Auch in Zentral- und Osteuropa werden Hybrid-Fahrzeuge häufig als Alternative zum Verbrenner-Fahrzeug gewählt. Hervorzuheben sind Polen (über 200.000 Neuzulassungen), Tschechien (knapp unter 41.000) und Ungarn (knapp unter 49.000). In diesen Ländern sind für die Kaufentscheidung insbesondere der Preis und der langsame Ausbau der Ladeinfrastruktur ausschlaggebend.

Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind vorrangig in den ost- und südosteuropäischen Ländern zu finden. In Bulgarien, Kroatien und der Slowakei liegt der Marktanteil elektrisch betriebener Fahrzeuge unter 10 %. Der Verbrennermarkt ist auch in Griechenland, Portugal und Italien noch stark, dort gewinnt der Shift zu Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Optionen jedoch zunehmend an Momentum.

Beeindruckende Sprünge hat der Markt für vollelektrische Fahrzeuge in Lettland, Litauen und Polen gemacht. In allen drei Ländern hat sich die vollelektrische Fahrzeugflotte im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Besonders dramatisch ist der Rückgang bei den Neuzulassungen vollelektrischer Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr in Malta (–21,7 %) und Belgien (–9,8 %) – bedingt durch eine Marktabkühlung durch auslaufende Subventionen und Marktanpassungen nach vergangenen starken Wachstumsphasen.

Die von der Finanzanalyse-Plattform TradingPedia zusammengestellte Auswertung basiert auf Daten der European Automobile Manufacturers’ Association (ACEA), die zwischen Januar 2024 und September 2025 erhoben wurden, sowie den Finanzreports führender Fahrzeughersteller. 

Weitere Informationen unter: tradingpedia.com
 

„et“-Redaktion

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