Beim Neubezug von Gewerbeimmobilien achten viele Unternehmen auf ein Green Building Label

Beim Neubezug von Gewerbeimmobilien achten viele Unternehmen auf ein Green Building Label (Bildquelle:pixabay - MichaelGaida)

Anlässlich der Schwaiger Makler Lounge wurde unter Münchner Immobilienvermittlern das Gewerbeimmobilien-Barometer erhoben. 85,7 Prozent der Makler sagen, dass sich zertifizierte Büro- und Gewerbeimmobilien besser vermarkten lassen, da es sich in Zukunft durchsetzen wird, dass Immobilien ein grünes beziehungsweise nachhaltiges Zertifikat haben müssen. Daher ist bei rund 70 Prozent der großen Konzerne ein grünes Label bei Anmietung von neuen Flächen Pflicht, so die Makler.

Mehr Geld für grüne Immobilien

Unternehmen lassen sich eine als grün zertifizierte Immobilie heute bis zu fünf Prozent mehr kosten. Davon gehen 43 Prozent der Immobilienvermittler aus. Eine mögliche Preissteigerung um fünf bis zehn Prozent erhoffen sich 28,6 Prozent der Makler. Bis zu 25 Prozent Erhöhung erwarten 28,6 Prozent der Experten. Gründe dafür können in absteigender Reihenfolge reduzierte Betriebs- und Nebenkosten, Corporate Social Responsibility, Imagegewinn, Rekrutierung von jungen Mitarbeitern und Verbesserung firmeninterner Klimaziele sein. Ein Green Building Label gibt zudem Sicherheit für die Themen Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Bei einem solchen Label muss das Haus nämlich mit emissionsfreiem Material im Innenraum gebaut sein und ein Raucher-Point einen Mindestabstand zum Gebäude einhalten.

Verschiedene grüne Zertifikate

Green Building Labels gibt es von verschiedenen Firmen. Das unter Maklern bekannteste Zertifikat mit 100 Prozent ist das LEED. 86 Prozent kennen auch DGNB und BREEAM. Noch nicht einmal die Hälfte der Immobilienvermittler kennt das Label ÖGNI aus Österreich und BNB aus Deutschland. Das Zertifikat GEFMA 160 ist auf Nachhaltigkeit im Facility Management spezialisiert, ist aber nur bei 29 Prozent bekannt. Wofür die verschiedenen Zertifikate stehen, weiß ein Drittel der Makler nicht. Etliche Befragte geben zu, dass es bei diesem Fachgebiet große Wissenslücken gibt.

Green Building Labels vor allem im Ausland beliebt

Vor allem internationalen Konzernen ist es wichtig, dass neue Gewerbeimmobilien ein Green Building Label vorweisen können, ergibt das Barometer. Michael Schwaiger, CEO der Schwaiger Group, wünscht sich einen länderübergreifenden Kriterienkatalog, der den Qualitätsanspruch für Immobilien widergibt, in denen wir noch in 50 Jahren arbeiten und leben möchten. „Angelsächsische Länder sind uns wie bei vielen Zukunftsthemen auch hier einen Schritt voraus“, beteuert Schwaiger.

et-Redaktion

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