Damit die Elektrifizierung der Prozesswärme gelingen kann, müssen passende Rahmbedingungen über die reinen Energiepreise hinaus geschaffen werden. (Foto: Adobe Stock)
Um zu klären, welche Kosten mit der Prozesswärmeumstellung vebunden sind, werden der konstante Strombezug über den Spotmarkt, die vollständige Flexibilisierung durch Speicher sowie eine hybride Beheizung als Übergangslösung mit dem aktuellen Status quo einer Erdgasbefeuerung und den durchschnittlichen Strompreisen verglichen. Die Berechnungen machen deutlich, dass Netzentgelte und die CO2-Preisentwicklung gegenüber Effizienz und Energiepreisen die entscheidenden Wirtschaftlichkeitsfaktoren sind.
Einleitung
Um klimaneutral zu wirtschaften, müssen Industrieunternehmen von fossilen Brennstoffen zu elektrischer Energie wechseln. Dies gilt auch für die Produktion von Prozesswärme. Wie entwickeln sich die Energiekosten für ein Unternehmen, wenn es die Prozesswärmeerzeugung von Erdgas auf eine elektrische Beheizung umstellt? Dabei ist zu berücksichtigen, dass Photovoltaik- und Windkraftanlagen zwar den günstigsten Strom liefern, ihn jedoch volatil produzieren. Für Unternehmen stellt sich daher auch die Frage, ob es für sie wirtschaftlich sinnvoll ist, flexibel Strom zu beziehen und in Zeiten günstiger Strompreise ihre Leistungsaufnahme durch Energiespeicher zu erhöhen.