Produkte, die auf CO2 basieren

Produkte, die auf CO2 basieren (Quelle: nova-Institut)

Das RCI-Papier „Making a Case for Carbon Capture and Utilisation (CCU) – it is much more than just a carbon removal technology“ ist ein klares Plädoyer für CCU: Die Technologie bietet vielfältige Lösungen für drängende Probleme unserer modernen Welt und kann bei richtiger Umsetzung das Erreichen mehrerer Ziele der nachhaltigen Entwicklung unterstützen.

Insgesamt werden in dem Papier 14 verschiedene Nutzen und Vorteile von CCU beschrieben und diskutiert. Ein entscheidender Vorteil ist, dass CCU erneuerbaren Kohlenstoff in Industrien liefert, die langfristig Kohlenstoff benötigen – und damit fossilen Kohlenstoff ersetzt. Dazu gehören der Chemiesektor und Produkte wie Polymere, Kunststoffe, Lösungsmittel, Farben, Reinigungsmittel, Kosmetika oder Pharmazeutika. Verschiedene CO2-basierte Kunststoffe, Waschmittel, Textilien oder Kraftstoffe werden bereits produziert und sind auf dem Markt.

CCU ist aber auch entscheidend für eine langfristige Netto-Null-Strategie und für die Schaffung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig bietet CCU Lösungen für den Ausbau des Systems der erneuerbaren Energien und bringt vielfältige Vorteile für Innovation und Wirtschaft. Die Bedeutung dieser Technologie ist in Europa bislang nur unzureichend anerkannt worden. Die RCI möchte hier aber ein klares Zeichen setzen.

Zentraler Pfeiler für die Transformation der Chemie- und Werkstoffindustrie

CCU ist eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft, denn sie ermöglicht die Substitution von fossilem Kohlenstoff in Sektoren, in denen Kohlenstoff langfristig benötigt wird, und unterstützt die vollständige Defossilisierung der Chemie- und Werkstoffindustrie. CO2 kann aus verschiedenen Quellen abgeschieden und in eine Vielzahl von Brennstoffen, Chemikalien und Materialien umgewandelt werden. Ohne CCU bleiben nur Recycling und Biomasse, um den gesamten nicht-fossilen Kohlenstoffbedarf einer nachhaltigen, defossilisierten Zukunft zu decken. Alle drei Optionen zusammen maximieren jedoch das technologische Potenzial, um für jede Situation die beste Lösung zu finden und eine Kohlenstoff-Kreislaufwirtschaft zu schaffen.

Durch die Schaffung nachhaltiger Kohlenstoffkreisläufe verringert CCU die Emissionslücke und fördert die Kreislaufwirtschaft. Darüber hinaus fördert CCU Innovationen, generiert lokale Wertschöpfung und stimuliert das Wachstum von Arbeitsplätzen. Die Konsequenz eines Verzichts auf CCU ist eine anhaltende Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Christopher vom Berg, einer der Hauptautoren des Papiers: „Jedes Gramm Kohlenstoff, das durch CCU im Kreislauf gehalten werden kann, muss nicht (aus fossilen Ressourcen) gefördert oder durch Kohlenstoffspeicherung (CCS1) in den Boden gepresst werden. CCU ist der Inbegriff einer kreislauforientierten (Kohlenstoff-)Wirtschaft!“

Weitere Informationen unter renewable-carbon-initiative.com

„et“-Redaktion

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