3-D-Illustration der IT-Transformation, die das Netzwerk-Konzept veranschaulicht.

Eine erfolgreiche IT-Transformation ist von vielen Faktoren abhängig. (Quelle: Adobe Stock)

Die IT-Transformation ist für die Energiebranche ein Marathon. So das Ergebnis der Studie „IT-Transformation Utilities 2025“, für die adesso und Natuvion 225 Entscheidungsträger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt haben. Wesentlicher Faktor im Entscheidungsprozess und in der Planung einer Transformation ist neben den Zielen und dem Budget die Zeit. 53,3 Prozent der befragten Energieversorgungsunternehmen haben mehr als ein Jahr für ihre Transformation eingeplant. Je höher der Umsatz, desto länger ist der Zeitraum, der für die IT-Transformation eingeplant wird. In der Umsatzklasse 150 bis 349 Mio. € setzen nur 39,9 % der Unternehmen mehr als ein Jahr für ihre IT-Transformation an. In der Umsatzklasse 350 bis 999 Mio. € sind es 63,8 %. In der Umsatzklasse über 1 Mrd. € sind es 80,5 %.

KI-Antworten überraschen

Komplexität ist die größte Herausforderung für die Befragten (28,8 %). Es folgen Budgetmanagement (24,2 %) und die Analyse der bestehenden IT-Landschaften und Daten (22,9 %).

Auf die Frage „Welche Rolle hat die Einführung und Nutzung von KI in Ihrem Transformationsprojekt gespielt?“ überraschten die Antworten. Nur 37,9 % der Befragten gaben an, dass „KI ein entscheidender Treiber für die Transformation“ gewesen sei. Allerdings werden die Chancen hoch eingeschätzt. 54,2 % gaben an, dass die Nutzung von Möglichkeiten wie KI einen positiven Zusatznutzen darstellt. Lediglich 7,9 % der Versorger sagten, dass bei ihnen KI keine Rolle spielt. Trotz ihres großen Potenzials scheint KI bei Energieunternehmen in der DACH-Region kein entscheidender Auslöser für Transformationsprojekte zu sein. Stattdessen kommt sie eher als ergänzende Technologie in bestehenden Projekten zum Einsatz.

Übergangszeiträume und positive Zielerreichung

Für den Übergang vom Projekt- in den Produktivbetrieb (Cutover-Zeitraum) brauchten 30,9 % der Unternehmen lediglich einen Tag. 59,5 % schafften es in zwei Tagen. Damit wird dieser Übergang für Unternehmen mit kritischen Infrastrukturen und bei Utilities-Unternehmen insgesamt zügig bewältigt.

87,7 % der Befragten zeichnen ein positives Bild; sie haben die gesetzten Ziele ihrer Transformation erreicht. Auffällig: Während Vorstände und Geschäftsführer seltener bestätigen, alle Ziele erreicht zu haben (79,6 %), bewerten Abteilungsleiter (97,8 %) und Gruppenleiter (94,4 %) die Situation deutlich positiver.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass IT-Transformationen in der Energiebranche kein Selbstläufer sind“, sagt Michael Bloß, Chief Sales Officer von adesso business consulting. „Sie erfordern strategische Klarheit, Mut zur Veränderung und eine realistische Planung.“

Auf die Frage nach den entscheidenden Erfolgsfaktoren für ihre Transformation landet die „Steigerung der Datenqualität“ mit 64,2 Prozent ganz weit vorne. „Datenqualität ist kein Detail, sie ist die Basis jeder modernen IT – das zeigen die Ergebnisse der Transformationsstudie überdeutlich. Ohne verlässliche Daten bleiben Cloud, KI und Innovation Stückwerk“, konstatiert Holger Strotmann, Geschäftsführer der Natuvion GmbH.

Ziel der Studie ist es, Führungskräften mittelständischer sowie großer Energieversorgungsunternehmen Einblicke in die Praxis der IT-Transformation zu geben. Die Daten geben CEOs, CIOs und Transformationsverantwortlichen Einblicke in Erfahrungswerte, zeigen Erfolgsfaktoren auf und weisen auf typische Fehlerquellen hin. Damit gibt die Studie Orientierung, um Transformationsprojekte zielgerichtet und risikoreduziert zu planen und umzusetzen.

Die Studie ist hier hinterlegt.

„et“-Redaktion

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