Mit der „Venture Gator“ ist der 100. LNG-Carrier am LNG-Terminal Wilhelmshaven 01 angelandet. (Quelle: DET)
Mit der 100. Anlandung eines LNG-Carriers feiert Wilhelmshaven 01 einen weiteren Meilenstein. Die Anlage wurde als erstes schwimmendes LNG-Terminal Deutschlands 2022 in Betrieb genommen. Mit Ankunft der „Venture Gator“ am Voslapper Groden ist am Terminal bisher Fracht in Höhe von 8,6 Mrd. m³ (rund 100 TWh) Erdgas angelandet.
Das angelieferte verflüssigte Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) wird innerhalb von rund 24 Stunden über einen sogenannten Ship-to-Ship-Transfer von der LNG-Frachteinheit mit einer maximalen Rate von 9.000 Kubikmetern pro Stunde in die FSRU Höegh Esperanza entladen. Pro Anlieferung werden rund 160.000 m³ LNG übergeben.
DET zieht positive Bilanz
Insgesamt hat das Terminal bisher 8,6 Mrd. m³ Erdgas in Empfang genommen, die die rechnerische Versorgung von 1,6 Mio. Haushalten (bei 2.000 m³ Verbrauch pro Jahr) sichergestellt haben. 2023 landeten in Wilhelmshaven 45 LNG-Carrier mit 6,9 Mio. m³ LNG. 2024 waren es 39 Carrier mit 5,9 m³ LNG. 2025 sind 33 Anlandungen geplant. Bei den bisher durchgeführten 16 Lieferungen betrug die Fracht 2,3 Mio. m³ LNG. Bis Ende 2025 ist das Terminal ausgebucht. Auch für 2026 sind alle bisher von der Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) in der zugehörigen Vermarktungsrunde Anfang Juli 2025 angebotenen Regasifizierungskapazitäten für Wilhelmshaven 01 gebucht worden.
Auch hinsichtlich Stillstände und Nichtverfügbarkeiten zieht DET eine positive Bilanz. Seit Betriebsbeginn musste die Anlage nur für jeweils zwei geplante jährliche Wartungsfenster von fünf Tagen außer Betrieb genommen werden. Auch meldepflichtige Arbeitsunfälle gab es nicht.
Die Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) vermarktet und betreibt mit ihren lokalen Partnern vor Ort im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) ein staatlich initiiertes schwimmendes Regasifizierungsterminal (FSRU) in Brunsbüttel und zwei in Wilhelmshaven. Über die FSRU wird verflüssigtes Erdgas (LNG) wieder in gasförmigen Zustand versetzt und in das deutsche Gasnetz eingespeist.
Weitere Informationen: energy-terminal.de