Das geplante Ende der festen Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen ab 2027 bremst laut Umfrage Hausbesitzerinnen und -besitzer nicht aus, in PV zu investieren. (Bild: Adobe Stock)
Die private Energiewende wird weiter aktiv vorangetrieben, so das Ergebnis einer von Statista für E.ON durchgeführten Umfrage. Danach wollen 40 % aller befragten Hauseigentümerinnen und -eigentümer erstmals in eine eigene Photovoltaik-Anlage (PV) investieren. 2025 lag der Wert mit 38 % etwas niedriger. 37 % der Befragten haben bereits eine Solaranlage installiert (2025: 34 %). Werden die geplanten Solaranlagen realisiert, wären mehr als dreiviertel aller deutschen Eigenheime mit PV ausgestattet.
Die Erstanschaffung eines E-Fahrzeugs planen 20 % der Befragten (2025: 15 %). Bereits 22 % haben ein E-Auto (2025: 17 %). Wenn es um die Wärmeversorgung geht, planen 15 % die Anschaffung einer Wärmepumpe (2025: 12 %). Der Anteil der Befragten, die schon eine Wärmepumpe besitzen, liegt bei 25 % (2025: 18 %). Schwerpunktmäßig wollen die Befragten die Investitionen in den nächsten zwei Jahren tätigen.
PV-Planung trotz Einspeisevergütungsende
Die Umfrage zeigt, dass auch das geplante Ende der festen Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen (PV) ab 2027 den Trend voraussichtlich nicht brechen wird. Rund dreiviertel derjenigen, die eine PV-Anlage planen, können sich vorstellen, die Solaranlage auch zu kaufen, wenn es keine solche feste Einspeisevergütung pro Kilowattstunde für ins Netz geleiteten Sonnenstrom mehr gibt (35 %: ja; 39 %: eher ja). Nur 4 % wollen die Investition dann sicher nicht tätigen, 10 % eher nicht, 12 % sind unentschieden. Bei neuen PV-Anlagen spielt die Einspeisevergütung schon heute nur noch eine sehr untergeordnete Rolle.
Angesichts der Ergebnisse kommentiert E.ON, dass künftig noch stärker gilt, dass der Rentabilitätsschlüssel für private Solaranlagen eine passende Dimensionierung der Anlage und smarte Steuerung im Zusammenspiel mit dem Batteriespeicher sowie idealerweise auch E-Auto und Wärmepumpe ist. Für Haushalte, die dies beachten, wird sich die private Photovoltaikanlage weiter lohnen. Die Bundesregierung plant, die fixe staatliche Einspeisevergütung für ins Netz eingespeisten Sonnenstrom von neuen, kleineren Solaranlagen ab 2027 abzuschaffen. Stattdessen soll der nicht von den Anlagenbesitzern selbst verbrauchte Sonnenstrom an der Strombörse verkauft werden.
Wer bereits eine PV-Anlage auf dem Dach hat, nutzt meist weitere Energielösungen für den Verbrauch des eigenen Sonnenstroms direkt im Haus: Über 90 % besitzen einen Batteriespeicher oder planen die Nachrüstung (Besitz: 63 %, Planung: 28 %). Eine Wärmepumpe ist bei 42 % der mit PV ausgestatteten Haushalte vorhanden, das Elektroauto bei rund einem Drittel. Damit platzieren sich Solaranlagenbesitzerinnen und -besitzer beim Elektrofahrzeug 12 Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller Hauseigentümerinnen und -eigentümer (34 % vs. 22 %), bei der Wärmepumpe sind es sogar 17 Prozentpunkte (42 % vs. 25 %).
Treiber sind Personen unter 40 Jahren
Der Studie zufolge setzen Eigentümerinnen und Eigentümer in der Altersgruppe unter 40 Jahren besonders auf die Energiewende zuhause: Beim Besitz der Wärmepumpe liegen die Jüngeren 17 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Befragten, beim E-Auto 13 und bei der Solaranlage 4 Prozentpunkte.
Die unter 40-Jährigen planen auch besonders häufig, in den nächsten zwei Jahren in die private Energiewende zu investieren. Am deutlichsten zeigt sich das bei Solaranlagen: Diese wollen sie um 9 Prozentpunkte häufiger installieren als ein durchschnittlicher Hausbesitzer (36 % vs. 27 %). Beim Elektroauto liegen die Jüngeren um vier Prozentpunkte vorn (24 % vs. 20 %), bei der Wärmepumpe ebenfalls (19 % vs. 15 %). Sie platzieren sich bei Besitz und Planung dieser Energielösungen auch über den Ergebnissen der anderen Altersgruppen.
Für die Umfrage wurden insgesamt 2.000 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, die im eigenen Haus leben, befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer der Bundesrepublik Deutschland ab 18 Jahren.