Um auch in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich agieren zu können, müssen Versorger eine Vielzahl von Bausteinen in ihrer Langfristplanung berücksichtigen. (Bild: Adobe Stock)
Die Bedingungen für das kurz- und langfristige Geschäft von Energieversorgungsunternehmen (EVU) in Deutschland wandeln sich rasant. Mit dem Regierungswechsel verschiebt sich der nationale energiewirtschaftliche Fokus, hinzu kommen geopolitische Ereignisse wie die Abkehr von russischem Gas sowie die Verschlechterung des Verhältnisses zu den USA. Regulatorische Anpassungen wie die wiederholte Novellierung des Messstellenbetriebsgesetzes tun ihr Übriges.
Neben dieser nicht abgeschlossenen Liste von Einflussfaktoren aus der jüngeren Vergangenheit, sehen sich Versorger gleichzeitig mit einem stärkerem Wettbewerbsmarkt, veränderter Kundennachfrage sowie einem enormen Investitionsdruck konfrontiert. Über die Gesamtheit der Branche belaufen sich laut Agora Energiewende die Gesamt- und Klimaschutzinvestitionen bis 2045 auf rund 11,3 Bio. €. Davon fallen 72 % des Investitionsvolumens in den kommenden Jahren ohnehin an (ca. 8,1 Bio. €), während „nur“ 28 % in den Klimaschutz fließen (ca. 3,2 Bio. €) (siehe Abb. 1).