Bühne mit einem Redner am Pult, daneben sitzt ein Mann, im Vordergrund ein paar Köpfe des Publikums

AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch bei der Eröffnung des 30. Dresdner Fernwärme-Kolloquiums zusammen mit Dr. Rutger Kretschmer von der Drewag - Stadtwerke Dresden (Quelle: AGFW)

Von der Bundesregierung benötigten Unternehmen und Bürger laut Lutsch klare Signale und verlässliche Rahmenbedingungen. „Die Relevanz des Wärmesektors für das Gelingen der Energiewende insgesamt muss stärker betont und auch durch politisches Handeln gelebt werden“, so der AGFW-Geschäftsführer. „Nur wenn dieser gesamtgesellschaftliche Wille erkennbar ist, werden kommunale Wärmepläne auf Akzeptanz stoßen und Veränderungen auch konkret umgesetzt werden.“

Lutsch lobte das große Engagement der Versorger bei der Transformation ihrer Netze. Der konsequente Ausbau klimaneutraler Energien sei ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Klimaziele in Deutschland. Gemäß einer Studie der Prognos AG liegt der Investitionsbedarf für den Aus- und Umbau der Wärmenetze bis 2030 bei 43,5 Mrd. €. „Damit diese Mammutaufgabe gelingt, benötigen die Unternehmen stabile Förderkonditionen und praxisnahe gesetzliche Regelungen.“ Dazu zählen aus Sicht des Verbands die Verstetigung der Bundesförderung effiziente Wärmenetze, die Stärkung der Kraft-Wärme-Kopplung, eine Modernisierung der AVBFernwärme-Verordnung und Anpassungen der Wärmelieferverordnung.

Im Rahmen der Vorträge diskutierten die Teilnehmenden über aktuelle energiepolitische Entwicklungen und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Einen Schwerpunkt bildete der Blick auf kommunale Wärme- und Transformationspläne. Hier berichteten Vertreter von Kommunen und Versorgern von ihren Erfahrungen aus der Praxis. Am zweiten Veranstaltungstag standen verschiedene Optionen zur grünen Fernwärmeerzeugung sowie die Digitalisierung der Wärmenetze im Fokus. Rund 60 Unternehmen zeigten in der begleitenden Ausstellung an beiden Tagen innovative Produkte und Lösungen rund um Planung, Erzeugung und Weiterentwicklung der Fernwärme.

EHP-Redaktion

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