BEW und Bayer haben die Fernwärmeversorgung des Bayer-Standorts Berlin-Wedding vereinbart (v.l.): Christian Feuerherd und Bettina von Streit (Quelle: BEW)
„Dass sich ein industrieller Schlüsselstandort wie Bayer langfristig für unsere Fernwärme entscheidet, ist ein starkes Vertrauenssignal – und ein gemeinsamer Schritt für die Wärmewende in Berlin“, sagt Christian Feuerherd, Vorsitzender der Geschäftsführung der BEW. „Wir bauen unser Netz gezielt aus und stellen unsere Wärmeerzeugung Schritt für Schritt auf klimafreundliche Technologien um. Partnerschaften wie diese zeigen: Fernwärme ist eine skalierbare Lösung – vom Kiez bis zur Industrie – und sie verbindet Klimaschutz mit verlässlicher Versorgung.“
Dr. Bettina von Streit, Standortleiterin von Bayer in Berlin, sagt: „Der Standort Berlin-Wedding ist für Bayer ein zentraler Forschungs- und Produktionsstandort – dafür brauchen wir eine sichere, planbare Wärmeversorgung. Mit der langfristigen Entscheidung für Fernwärme schaffen wir eine wichtige Voraussetzung, um unsere Wärmeversorgung schrittweise zu dekarbonisieren und den Standort resilient für die Zukunft aufzustellen. Die Zusammenarbeit mit der BEW ist dabei ein zentraler Baustein.“
Bayer ist in der Hauptstadt mit knapp 5.000 Mitarbeitenden einer der größten privaten Arbeitgeber. Der Standort in Wedding umfasst 190.000 m2 und ist Sitz der globalen Unternehmenszentrale der Division Pharmaceuticals: Hier werden u. a. pharmazeutische Produkte hergestellt, abgefüllt und verpackt. Zudem sind Funktionen wie Forschung und Entwicklung, vor allem in den Bereichen Onkologie und Radiologie, sowie globale Steuerungs- und Vermarktungsaufgaben der Division Pharmaceuticals am Standort angesiedelt.
Mit dem Projekt und der dafür errichteten Fernwärmeinfrastruktur vom Nordufer bis zur Fennstraße stärkt die BEW die Versorgungsinfrastruktur in der Innenstadt und schafft zusätzliche Kapazitäten für weitere Kunden. Für den Anschluss des Bayer-Standorts finden in den kommenden Monaten Leitungsarbeiten statt.