Drei Seiten des DHC Market Outlook 2026 aufgefächert, darunter der Titel des Berichts.

Der DHC Market Outlook 2026 von Euroheat & Power zeigt, dass der Anteil erneuerbarer Energien und von Abwärme in Fernwärmesystemen einen neuen Rekordwert erreicht hat (Quelle: Laufkötter)

Zwar machen fossile Brennstoffe noch immer mehr als 70 % der Wärme- und Kälteversorgung in der EU aus, doch der europäische Fernwärme- und Fernkältesektor ist führend auf dem Weg der Dekarbonisierung. Der Anteil erneuerbarer Energien und von Abwärme an den Fernwärme- und -kältesystemen der EU erreichte 2024 einen Rekordwert von 46,2 %. 

Diese positive Entwicklung ist maßgeblich auf den Ausbau von Power-to-Heat-Technologien sowie die Dynamik bei der Abwärmenutzung zurückzuführen. Zwischen 2023 und 2024 stieg die installierte Leistung von Großwärmepumpen in den untersuchten Ländern um 19,6 %, während die Einspeisung aus Elektroheizkesseln um 26 % zunahm.

In einem am selben Tag veröffentlichten Bericht über erneuerbare Fernwärme- und Fernkältesysteme bezeichnete die IEA die EU als „weltweit führend“ in diesem Bereich; zudem wurden die zunehmende Verfügbarkeit großer Wärmepumpen sowie die Möglichkeit zur Nutzung von Niedertemperaturabwärme in städtischen Gebieten als „strukturelle Veränderungen“ hervorgehoben. 

Wichtige Erkenntnisse für die Politik

Paolo Frankl, Leiter der Abteilung für erneuerbare Energien bei der IEA, erklärte: „Fernwärme- und Fernkältenetze tragen zu einer höheren Energiesicherheit bei, indem sie die Einbindung von Abwärme und lokal verfügbaren erneuerbaren Wärmequellen erleichtern. Der neue IEA-Bericht unterstreicht diese wertvolle Chance und liefert Erkenntnisse für Regierungen in Europa und darüber hinaus, die den Einsatz erneuerbarer und rückgewonnener Wärmequellen beschleunigen wollen.“ 

Aurélie Beauvais, Geschäftsführerin von Euroheat & Power, sagte: „Diese Berichte zeigen, dass Fernwärme und Fernkälte große Hoffnungsträger für eine schnelle und kosteneffiziente Dekarbonisierung der Wärme- und Kälteversorgung sind. Wir tragen bereits dazu bei, Europas Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Bürger sowie die Industrie in der EU vor verheerenden Schocks bei den Energiepreisen zu schützen. Mit einer geeigneten EU-Strategie, die den Schwerpunkt auf Wärmeplanung, Finanzierung und Risikominimierung legt, könnten wir noch weitaus mehr erreichen.“

Eloi Piel, Leiter Marktanalysen bei Euroheat & Power, erklärte: „Unser Bericht belegt die anhaltenden Fortschritte bei der Dekarbonisierung der Fernwärme sowie den fortlaufenden Netzausbau: Im Jahr 2024 kamen 1.559 km neue Fernwärmeinfrastruktur hinzu. Das Tempo muss jedoch erhöht werden, um das Potenzial erneuerbarer Wärme und Abwärme als etablierte Energiequellen voll auszuschöpfen.“

Der DHC Market Outlook 2026 von Euroheat & Power ist hier zu finden. 

EHP-Redaktion

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