Die Teilnehmenden der DHC+ Summer School besuchten u.a. das Biowärmezentrum der Stadtwerke Göttingen

Die Teilnehmenden der DHC+ Summer School besuchten u.a. das Biowärmezentrum der Stadtwerke Göttingen (Quelle: HAWK)

„Vor zehn Jahren fand die erste DHC+ Summer School ebenfalls in Deutschland, damals in Berlin, statt. Darum fanden wir es eine gute Idee, die Summer School zum zehnjährigen Jubiläum wieder nach Deutschland zu holen“, berichtet Prof. Stefan Holler, der an der HAWK-Fakultät Ressourcenmanagement für Energie- und Umwelttechnik zuständig ist.

Die HAWK ist Mitglied der europäischen Technologieplattform DHC+, die sich mit Forschung und Innovation im Bereich der Fernwärme und -kälte beschäftigt. Sie ist Teil des europäischen Fernwärmeverbands Euroheat & Power. Im Rahmen der DHC+ Summer School treffen sich jedes Jahr Studierende, Nachwuchswissenschaftler und junge Berufseinsteiger aus aller Welt in einer europäischen Stadt, um gemeinsam zu lernen und Projekte zu besichtigen.

Auch in diesem Jahr wartete auf die Teilnehmenden ein vielfältiges Programm mit Vorträgen rund um Themen wie nachhaltige Energieerzeugung und Fernwärmetechnologien, praktischen Workshops und Exkursionen. So besuchte die Gruppe u.a. das NEUTec Energielabor der HAWK und das Biowärmezentrum der Stadtwerke Göttingen.

Aber auch der Austausch bei gemeinsamen Abendessen und Sightseeing in Göttingen sollte nicht zu kurz kommen. „Es ist toll. Man lernt hier so viele internationale Menschen und ihre Perspektiven kennen“, findet Konstantin Patroev. Er ist Softwareentwickler beim dänischen Unternehmen Danfoss und nimmt bereits zum zweiten Mal an der DHC+ Summer School teil. „Die Themen sind so vielfältig, das gefällt mir gut. Man weiß vorher nicht, was einen erwartet.“

Ein besonderes Highlight wartete am letzten Tag der Summer School auf die Teilnehmenden: Sie durften das neue REWARDHeat Serious Game ausprobieren. In dem Onlinespiel verkörpern die Spieler verschiedene Interessengruppen in einer Stadt, die mit Energie versorgt werden muss. Verbraucher, Energieunternehmen und Regierung treten miteinander in Verhandlung und versuchen, bestmöglich ihre Interessen durchzusetzen. „Die Teilnehmenden lernen so unterschiedliche Perspektiven in komplexen Energiesystemen kennen“, erklärt Holler. Entwickelt wurde das Spiel an der HAWK von Holler und Dmitry Romanov, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Ressourcenmanagement.

EHP-Redaktion

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