Zwei Männer in Anzügen stehen auf einer Treppe vor einem Gebäude.

Die Geschäftsführung der neu gegründeten Stadt-Wärme in Buxtehude (v.l.): Sascha Brandt, Enercity Contracting, und Marco Lunden, Stadtwerke Buxtehude (Quelle: Enercity Contracting)

Beide Partner halten jeweils 50 Prozent der Gesellschaftsanteile. Die Gründung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamts. Zu Geschäftsführern der neuen Gesellschaft wurden Marco Lunden, Stadtwerke Buxtehude, und Sascha Brandt, Enercity Contracting, bestellt. Sie werden die weitere Entwicklung des Projekts verantworten.

Die Buxtehuder Stadt-Wärme soll Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb der geplanten Wärmeversorgung übernehmen. Das Versorgungskonzept sieht den Einsatz von Großwärmepumpen vor, die u.a. Wärme aus Abwasser und Umgebungsluft für die Wärmeerzeugung nutzen. Ergänzend sollen weitere Erzeugungsanlagen mit Biomethan eine ganzjährige Versorgung sicherstellen.

Mit dem Projekt wollen die Partner die Voraussetzungen schaffen, um Wärme künftig verstärkt über leitungsgebundene Systeme bereitzustellen und dabei lokale Wärmequellen einzubinden. Für die erste Ausbaustufe ist eine Heizzentrale mit einer Erzeugungsleistung von insgesamt 18 MW geplant.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

„Die Wärmewende findet vor Ort statt. Dafür brauchen Kommunen verlässliche Partnerschaften und Konzepte, die technisch und wirtschaftlich tragfähig sind. Mit der Buxtehuder Stadt-Wärme GmbH schaffen wir die Grundlage, die nächsten Schritte gemeinsam anzugehen“, sagt Lunden.

Für Brandt, ebenfalls Geschäftsführer der Gesellschaft, zeigt das Projekt die Bedeutung kommunaler Kooperationen beim Ausbau der Wärmeinfrastruktur: „Wärmenetze werden in vielen Städten und Gemeinden eine wichtige Rolle spielen. Die gemeinsame Gesellschaft bündelt die lokalen Kenntnisse der Stadtwerke Buxtehude mit den Erfahrungen von Enercity Contracting bei der Entwicklung und Umsetzung von Wärmeprojekten.“  

Die Gründung der Gesellschaft knüpft an die bisherige Zusammenarbeit beider Unternehmen an. In den vergangenen Jahren wurden Grundlagen für die weitere Projektentwicklung geschaffen, darunter Machbarkeitsuntersuchungen und die Vorbereitung der nächsten Planungsschritte. Mit der neuen Gesellschaft sollen nun die weitere Projektentwicklung, die Vorvermarktung der Wärmeversorgung, die Genehmigungsplanung sowie die Vorbereitung der Finanzierung vorangetrieben werden. 

EHP-Redaktion

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