Vier Menschen stehen vor einer Maschine, daneben sind zwei Fahnen mit Unternehmensnamen.

Setzen künftig ein regeneratives Wärmekonzept auf dem Klinikareal in Marburg um (v.l.): Maximilian Lauer und Max Heuchert von Vitos Gießen-Marburg sowie Rolf Lulei, Sascha Diemer und Simon Urichvon den Pfalzwerken (Quelle: Pfalzwerke)

Bisher betrieb Vitos Gießen-Marburg das Wärmenetz zur Versorgung der eigenen Liegenschaften in Eigenregie. Auch weitere, durch Dritte betriebene Einrichtungen sind daran angeschlossen. Aufgrund von Veränderungen in der Gebäudestruktur und der gestiegenen Anforderungen an Effizienz und Nachhaltigkeit entschied sich das Klinikum für eine umfassende Modernisierung und eine externe Betriebsführung der Wärmeversorgung. 

„Angesichts der historischen Bausubstanz, der komplexen Gebäudestrukturen und der hohen Anforderungen war dieser Schritt für uns bewusst gewählt“, erklärt Maximilian Lauer, Umwelt- und Energiemanager bei Vitos Gießen-Marburg. „Dank der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Pfalzwerke AG profitieren wir nun von einem modernen, regenerativen Wärmekonzept, das unseren Anspruch an eine umweltfreundliche und zukunftssichere Energieversorgung erfüllt.“

Regeneratives Wärmekonzept

Das Versorgungskonzept der Pfalzwerke sieht den Rückbau veralteter Holzhackschnitzel-Kesselanlagen und die Errichtung einer modernen Pelletkesselanlage mit großem Pufferspeicher im bestehenden Heizhaus vor. Dies geschieht unter strikter Einhaltung des Denkmal- und Ensembleschutzes. 

„Mit unserem regenerativen Wärmekonzept sorgen wir für eine zukunftssichere Energieversorgung am Standort Marburg, bieten unserem Kunden einen ganzheitlichen, komfortablen Service und leisten einen aktiven Beitrag zur Wärmewende“, erklärt Rolf Lulei, Bereichsleiter Business Solutions der Pfalzwerke.

Im Rahmen der bundesweiten Ausschreibung konnte sich das Wärmeteam der Pfalzwerke mit einem stimmigen Gesamtkonzept durchsetzen. Die Projektentwicklung umfasste eine intensive Vorarbeit über rund drei Jahre. Die Vertragslaufzeit beträgt zehn Jahre.

Die Bestandsanlage wird nun von den Pfalzwerken betrieben, parallel wird in den nächsten Monaten die Detailplanung für die neue Technik vorgenommen.  Die Baumaßnahme beginnt bereits im Jahr 2025 mit vorbereitenden Maßnahmen und die Pelletkessel werden im Jahr 2026 eingebaut – abhängig von Förderzusagen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze. 

EHP-Redaktion

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