Große dicke Rohre in Grün, Blau, Schwarz und Silber in einer Halle.

Kälte, Wärme und Strom liefert die hochmoderne Kältezentrale bei Toyota Racing, die zum Energiedienstleistungsgeschäft der Rheinenergie gehört (Quelle: Rheinenergie)

Das Contracting-Portfolio der EnBW umfasst deutschlandweit rund 200 Anlagen. Mit der geplanten Übernahme erweitert die Rheinenergie ihre Kompetenzen vor allem bei komplexen Industrieprojekten und im Geschäft mit der öffentlichen Hand. Gleichzeitig wächst das Unternehmen auf rund 800 Anlagen und 1.100 MW installierte Leistung und gehört künftig zu den führenden Anbietern komplexer Energiedienstleistungen (EDL) in Deutschland. Teil der Vereinbarung ist zudem der Übergang der rund 150 Contracting-Mitarbeitenden der EnBW zur Rheinenergie.

Vorteile für beide Seiten

„Ich freue mich, dass wir mit der Rheinenergie einen Partner gefunden haben, unter dessen Dach sich das Contracting-Geschäft erfolgreich weiterentwickeln kann – mit einer klaren Perspektive für die Projekte und damit sowohl für unsere Kunden als auch für unsere Mitarbeitenden“, erklärt Peter Heydecker, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur bei der EnBW. „Mit dem Verkauf schärfen wir unseren strategischen Fokus im Bereich der Erzeugung, um unsere starke Wettbewerbsposition im Markt zu behaupten. Diese Fokussierung unterstützt die Umsetzung unseres ambitionierten Wachstumsprogramms, damit EnBW auch weiterhin ihre zentrale Rolle in der Transformation des Energiesystems wahrnehmen kann.“

„Die Energiewende findet nicht nur in Stromnetzen und Erzeugungsanlagen statt, sondern zunehmend direkt bei unseren Kunden – in Industrieunternehmen, Quartieren, Krankenhäusern, Kommunen und der Wohnungswirtschaft. Deshalb bauen wir unser EDL-Geschäft seit Jahren konsequent bundesweit aus“, sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der Rheinenergie. „Mit der Übernahme des EnBW-Portfolios beschleunigen wir diesen Weg und entwickeln die Rheinenergie zu einem der führenden Anbieter komplexer Energie- und Wärmelösungen in Deutschland. Gemeinsam erreichen wir eine neue Größenordnung: Aus rund 600 Anlagen und 550 MW werden rund 800 Anlagen und 1.100 MW. Damit gehören wir künftig zu den Top-3 EDL-Anbietern in Deutschland.“

Vollzug vorbehaltlich behördlicher Zustimmungen

Über die Höhe des Kaufpreises haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion steht u.a. unter dem Vorbehalt der Bestätigung der zuständigen Kommunalaufsicht sowie der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörde, die spätestens zum Jahresanfang 2027 erwartet werden. Bis dahin führt die EnBW das Geschäft fort.

EHP-Redaktion

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