Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung (v.l.): Lars Martin Klieve, kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Essen, Frank Pieper, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Essen, Matthias Kuhles, technischer Geschäftsführer der Iqony Fernwärme, und Matthias Ohl, kaufmännischer Geschäftsführer der Iqony Fernwärme (Quelle: Stadtwerke Essen)
Im Rahmen dieser zusätzlich vereinbarten Kooperation wollen die Partner Grundlagen für eine mögliche Verknüpfung und Weiterentwicklung ihrer vorhandenen bzw. künftigen Wärmeinfrastrukturen erarbeiten. Dies umfasst vor allem die Entwicklung technischer Konzepte zur Verbindung von Niedertemperatur-Wärmenetzen mit Hochtemperatur-Fernwärmesystemen sowie die Prüfung von Optionen zur gemeinsamen Nutzung von Wärmeerzeugungsanlagen.
„Als lokaler Energieversorger wollen wir eine zukunftssichere und klimaneutrale Wärmeversorgung in Essen ermöglichen, die für die Menschen bezahlbar bleibt“, sagt Dr. Frank Pieper, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Essen. „Dies gelingt am besten, wenn unsere Unternehmen partnerschaftlich zusammenarbeiten, alle Optionen ausloten und vorhandene Stärken gezielt bündeln.“
„Die Erweiterung der Kooperation mit den Stadtwerken eröffnet nun die Möglichkeit, Erfahrung und bestehende Strukturen so einzubringen, dass Essen auch in Stadtgebieten, die heute noch nicht durch Wärmenetze erschlossen sind, noch schneller von zukunftsfähigen Wärmelösungen profitieren kann“, erklärt Matthias Ohl, Sprecher der Geschäftsführung der Iqony Fernwärme GmbH. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam Wege zu identifizieren, wie wir die Versorgungssicherheit weiter erhöhen und neue Potenziale für eine klimafreundliche Wärmeversorgung erschließen können.“
Kleinere und größere Wärmenetze
Konkrete Ansätze ergeben sich durch die Kompetenzen beider Unternehmen im Bereich der Versorgungsnetze: Iqony Fernwärme versorgt seit Jahrzehnten die Städte Essen, Bottrop, Gelsenkirchen sowie weitere Regionen im Ruhrgebiet zuverlässig mit Fernwärme. Auch die Stadtwerke Essen betreiben kleinere Wärmenetze und sind u.a. für den Betrieb von Gas- und Wasserversorgungsnetzen in Essen zuständig. In mehreren Stadtteilen prüfen sie zudem den Aufbau von Niedertemperatur-Wärmenetzen (StadtWärme). Diese sollen über Großwärmepumpen aus Gruben- oder Flusswasser, lokaler Umweltwärme oder industrieller Abwärme gespeist werden.
Gemeinsam versorgen die beiden Unternehmen bereits heute im Rahmen eines Joint Ventures Privathaushalte, Großkunden und Immobilienunternehmen im Erweiterungsgebiet der Stadt Essen mit umweltschonender Fernwärme, die zum großen Teil aus hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen wird. An dem Joint Venture sind die Stadtwerke Essen und die Iqony Fernwärme jeweils zu 50 % beteiligt.