MVV und die Stadtwerke Heidelberg haben einen Vertrag unterschrieben, der die Partnerschaft für eine grüne Fernwärmeversorgung in der Region vertieft.

Unterzeichnung des Vertrags zur Zusammenarbeit bei der grünen Fernwärme (v.l.): MVV-Technikvorstand Dr. Hansjörg Roll, MVV- Vertriebsvorstand Ralf Klöpfer, Peter Erb, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Umwelt, und Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie (Quelle: MVV)

Dabei werden Vorteile genutzt, die sich aus dem zusammenhängenden Fernwärmenetz von MVV, FRN und Stadtwerke Heidelberg mit insgesamt rd. 1.100 km Länge ergeben. Die Fernwärmeerzeugung soll Schritt für Schritt dekarbonisiert werden. In Mannheim und der Region stammen bereits bis zu 30 % der Fernwärme aus klimaschonenden Energien.

In Heidelberg werden 50 % aller Haushalte mit klimaneutraler Fernwärme versorgt. Seit der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre bezieht Heidelberg dafür auch Fernwärme aus Mannheim. Mit dem neu geschlossenen Vertrag wird diese Zusammenarbeit bis in die 2040er-Jahre fortgeführt. Im Jahr 2010 hatten die Stadtwerke Heidelberg begonnen, zunehmend mehr Wärme aus klimaschonenden bzw. erneuerbaren Energien selbst zu erzeugen. Inzwischen sind dies nahezu 30 %. Weitere Projekte sind in Planung. Einschließlich des erneuerbaren Anteils der Wärme aus Mannheim liefert der rein kommunale Energieversorger seinen Kunden schon zu rd. 50 % CO2-neutrale Wärme. Bis 2030 soll sie nahezu komplett klimaneutral werden – bis 2035 vollständig.

Kontinuierlicher Ausbau der klimaneutralen Fernwärme

Im Zuge ihrer langfristig angelegten Partnerschaft liefert MVV den Stadtwerken Heidelberg über eine Laufzeit von 20 Jahren Fernwärme. Dabei erhöht sich der Anteil erneuerbarer Energien kontinuierlich – analog zum Ausbau der grünen Erzeugungskapazitäten von MVV. Gleichzeitig ermöglicht die Partnerschaft den Stadtwerken Heidelberg auch die Flexibilität, ihre eigenen erneuerbaren Erzeugungskapazitäten auszubauen, sollten sich punktuell wirtschaftlichere Alternativen oder Standortvorteile in Heidelberg bieten.

„Fernwärme ist ein regionales Produkt und muss auch regional entwickelt werden“, so Ralf Klöpfer, Vertriebsvorstand der MVV Energie AG, bei der Vertragsunterzeichnung. „Wir bauen unsere grüne Wärme mit einem Portfolio grüner Technologien Schritt für Schritt weiter aus. Durch Partnerschaften wie mit den Stadtwerken Heidelberg können wir regionale Ressourcen noch effizienter nutzen.“

Zusammenarbeit auf strategischer und operativer Ebene

„Der Fernwärmebezug aus Mannheim wird ein wichtiger Eckpfeiler für unsere Wärmeversorgung bleiben“, unterstrich Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie. „Seit vielen Jahren stehen wir im partnerschaftlichen Austausch. Denn wir haben nicht nur vergleichbare Ziele für den Klimaschutz bei der Wärme in der Region, sondern setzen sie auch mit ähnlichen Maßnahmen Schritt für Schritt um. Durch den neuen Vertrag ist gesichert, dass unsere Kundinnen und Kunden in Heidelberg und Eppelheim von den Klimaschutzfortschritten unseres Partners aus Mannheim profitieren.“

Flankiert wird die Partnerschaft von einer intensiven Zusammenarbeit der Vertragspartner auf strategischer wie operativer Ebene in den Bereichen Netzausbau, Digitalisierung der Wärmeversorgung und Effizienzsteigerung der Wärmenetze. „Wir freuen uns, gemeinsam mit den Heidelberger Kollegen die Dekarbonisierung in der Region weiter voranzubringen“, so Dr. Hansjörg Roll, Technikvorstand der MVV Energie. „Mit unserer langfristigen Zusammenarbeit können wir Synergien heben, die sich aus unseren zusammenhängenden Netzen ergeben, und dafür sorgen, dass die neue, nachhaltige Generation von Wärmeerzeugungsanlagen so effizient wie möglich zum Einsatz kommt.“

EHP-Redaktion

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