In Corona-Zeiten hat auch die Fernwärmeversorgung Systemrelevanz

In Corona-Zeiten erfordert laut AGFW die Systemrelevanz der Fernwärmeversorgung geeignete Maßnahmen seitens Bund und Länder (Quelle: Tumisu auf Pixabay)

Die Meinung von AGFW-Geschäftsführer Werner R. Lutsch: „In der Corona-Berichterstattung in den Medien lesen und hören wir dieser Tage immer wieder einen Begriff: ‚Systemrelevanz‘. Krankenhäuser und deren Ärzte und Pflegekräfte haben – verständlicherweise – Systemrelevanz. Auch Bürgermeister und Politiker der Bundes- und Landesregierungen besitzen Systemrelevanz, weil sie uns durch diese unruhigen Zeiten leiten und lotsen sollen. 

Was aber wäre, wenn auf einmal das Licht in Deutschland ausginge? Wenn dazu noch die Wärme- und Kälteversorgung auf einen Schlag wegfiele? 

Medien und Politik greifen bei ihrer aktuellen Schwerpunktsetzung unserer Meinung nach zu kurz. Mitarbeiter von Energie- und Fernwärmeversorgern sowie den Dienstleistungsunternehmen besitzen dieselbe Systemrelevanz wie Mitarbeiter anderer Branchen, für die derzeit besondere Ausnahmeregelungen geschaffen werden, etwa bei Kinderbetreuung oder Mobilität.  Die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in unserem Segment sollte stärker als bisher in den Fokus rücken und mit ihm ein Verständnis für die großen Herausforderungen, vor denen auch unsere Mitglieder stehen. Wir haben unsere Forderungen nach Berlin geschickt und bleiben hier für Sie am Ball.“

Forderungen des AGFW

An Bund und Länder hat sich der AGFW mit Forderungen gewandt, falls sich die Lage weiter verschärfen sollte. Denn dann müssen geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit getroffen werden, die über die Maßnahmen, die die Fernwärmeversorgungsunternehmen bereits umsetzen, hinausgehen und bei denen eine staatliche Unterstützung notwendig ist. Der AGFW weist beispielsweise darauf hin, dass die Kinderbetreuung für die Mitarbeiter von Fernwärmeversorgungsunternehmen gewährleistet sein muss. Zu den Forderungen zählt u.a. die Bereitstellung von Schutzausrüstungen. Für Mitarbeiter im Außendienst, z. B. Notdienst und Entstördienst, wird Schutzausrüstung benötigt, um gegebenenfalls in Kundenanlagen arbeiten zu können. Aber auch Sondergenehmigungen für Fremdpersonal aus dem Ausland seien notwendig, da für Instandhaltungsarbeiten häufig fachlich ausgebildetes Fremdpersonal aus dem Ausland beauftragt wird, das in Deutschland nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist.
 

EHP-Redaktion

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