Der Trianel Windpark Borkum hat seit seiner Inbetriebnahme vor mehr als zehn Jahren über 6,59 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert.

Der Trianel Windpark Borkum hat seit seiner Inbetriebnahme vor mehr als zehn Jahren über 6,59 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. (Bildquelle: Trianel)

Regelenergie sorgt dafür, dass Stromerzeugung und Stromverbrauch jederzeit im Gleichgewicht bleiben. Schwankungen im Stromnetz müssen innerhalb kürzester Zeit ausgeglichen werden, um die Netzfrequenz stabil bei 50 Hertz zu halten. Anbieter von Regelenergie werden dafür vergütet, ihre Anlagen zur Stabilisierung des Stromnetzes flexibel zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der negativen Sekundärregelleistung wird die Einspeiseleistung von Erzeugungsanlagen auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers innerhalb von fünf Minuten automatisch reduziert.

„Der Trianel Windpark Borkum trägt schon jetzt aktiv zur Energiewende bei: Seit seiner Inbetriebnahme vor über zehn Jahren hat er bereits über 6,59 Milliarden Kilowattstunden Strom auf hoher See produziert,“ erklärt Florian Würtz, Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG. „Mit der Teilnahme am Regelenergiemarkt leisten wir jetzt einen weiteren Beitrag zur Transformation des Energiesystems und stellen die notwendige Flexibilität bereit. Wir lösen also ein Problem, das durch die fluktuierende Einspeisung erneuerbarer Energien entsteht, durch den Einsatz erneuerbarer Energien.“

Möglich wird die Bereitstellung der Regelenergie durch eine speziell entwickelte Fernwirkinfrastruktur. Sie übermittelt Abrufe der Übertragungsnetzbetreiber in Echtzeit an den Windpark und setzt die erforderlichen Leistungsanpassungen automatisiert um. Die redundant ausgelegte und hochverfügbare Systemarchitektur gewährleistet dabei die hohen technischen Anforderungen des Regelenergiemarkts und schafft die Grundlage für eine sichere und skalierbare Integration erneuerbarer Energien in systemrelevante Dienstleistungen.

„Die Präqualifizierung des Windparks zeigt, dass erneuerbare Energien weit mehr leisten können als die reine Stromproduktion“, ergänzt Lars Becker, Abteilungsleiter Virtuelles Kraftwerk der Trianel GmbH. „Damit erhöht sich die wirtschaftliche Attraktivität des Offshore-Windparks. Unser Ziel ist es, erneuerbare Energien optimal in den Energiemarkt zu integrieren. Neben dem Abschluss von Power Purchase Agreements (PPA) eröffnet die Teilnahme am Regelenergiemarkt zusätzliche Erlöspotenziale. Die erfolgreiche Präqualifizierung unterstreicht die strategische Ausrichtung unseres Virtuellen Kraftwerks auf eine zukunftssichere Multi-Market-Optimierung über alle relevanten Anlagentechnologien hinweg.“

ew-Redaktion

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