Diverse Unternehmen haben mit dem Rollout noch nicht begonnen (Bildquelle: EMH Metering)
Trotz wiederholter Hinweise durch die Behörde haben zahlreiche Unternehmen ihre Verpflichtungen beim Smart Meter-Rollout bislang nicht erfüllt. Im Rahmen der Anhörungen erhalten die betroffenen Unternehmen Gelegenheit, Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen werden dann geprüft und in weitere Entscheidungen einbezogen.
Das Ziel der Verfahren ist es, die Einhaltung der gesetzlich festgelegten Ausbauziele über Zwangsgelder sicherzustellen. Die Bundesnetzagentur bestimmt in diesem Rahmen die Höhe des Zwangsgeldes unter Berücksichtigung der Umstände des konkreten Einzelfalls nach pflichtgemäßem Ermessen. Zwangsgelder bemessen sich demnach unter anderem an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und müssen verhältnismäßig sein.
"Verfolgen Umsetzung mit Nachdruck"
Weitere Aufsichtsverfahren werden laut der BNetzA nun sukzessive eingeleitet. Betroffen hiervon sind nach den Angaben der Bonner Behörde vor allem kleinere und mittelgroße Unternehmen. Diese Unternehmen haben in der Regel die zu erreichende Quote von 20 % der Pflichteinbaufälle noch nicht mit intelligenten Messsystemen ausgestattet.
"Der Einbau von Smart Metern spielt eine zentrale Rolle für die Digitalisierung unseres Stromsystems. Wir stellen fest, dass viele Unternehmen die gesetzlichen Ausbauziele nicht erfüllen. Die Bundesnetzagentur verfolgt die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben mit Nachdruck", sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.