Wohngebäude der Rheinwohnungsbau in Düsseldorf-Eller: Der erzeugte Solarstrom wird als Mieterstrom genutzt Bildquelle: Alexander Peritjatko/Rheinwohnungsbau GmbH
Während sich der Smart-Meter-Rollout vielerorts auf die gesetzlichen Pflichteinbaufälle konzentriert, zeigt die Zusammenarbeit von metiundo und Rheinwohnungsbau ein anderes Modell: Das Wohnungsunternehmen hat sich für den freiwilligen Vollausbau im Bereich seiner elektrifizierten Heizzentralen entschieden – nicht aus regulatorischen Gründen, sondern weil erst eine vollständige, kontinuierlich verfügbare Datengrundlage den Gebäudebestand energetisch steuerbar macht. Für den Messstellenbetrieb setzt die Rheinwohnungsbau dabei auf das wettbewerbliche Modell nach Messstellenbetriebsgesetz.
Eine Messinfrastruktur für Strom und Wärme
Metiundo übernimmt im Rahmen der Partnerschaft den Messstellenbetrieb: die Bereitstellung digitaler Strom- und Wärmezähler sowie die durchgängige Erfassung und Übertragung der Verbrauchsdaten über eine gemeinsame Infrastruktur. Auf dieser Grundlage werden laut dem Unternehmen präzise Mieterstrom-Abrechnungen, die Optimierung der Wärmeversorgung, detaillierte Verbrauchsanalysen und ein gebäudeübergreifendes Energiemanagement möglich – Anwendungsfälle, die über den reinen Zählerbetrieb hinausreichen.
Für die Rheinwohnungsbau ist diese Datengrundlage der Hebel, um weitere Investitionen in den Bestand gezielter zu steuern, CO₂-Emissionen zu senken und zugleich Kosten für das Unternehmen und die Mieterschaft zu reduzieren. In den kommenden Jahren soll das gesamte Mieterstrom-Angebot der Rheinwohnungsbau mit intelligenten Messsystemen für Strom und Wärme von Metiundo ausgestattet werden. Die durchgängig digitale Messinfrastruktur schafft damit die Voraussetzung für die weitere Elektrifizierung und Dekarbonisierung des Bestands – vom Ausbau der Photovoltaik über die Optimierung der Wärmeversorgung bis zu künftigen Effizienzmaßnahmen.