
Abb. 1: Durchschnittliche jährliche Kosten der Treuestrafe für betroffene Haushalte. (Quelle: Octopus/RWTH Aachen)
Wenn Treue teuer wird
Der Wettbewerb funktioniert vor allem für diejenigen, die aktiv vergleichen und wechseln. Wer loyal bleibt und nicht wechselt, muss einen höheren Preis pro Jahr zahlen. Dafür gibt es einen Begriff, der im englischsprachigen Raum bereits gängig ist: die sog. loyalty penalty oder zu Deutsch „Treuestrafe“.
Die Studie der RWTH und Octopus zeigt deutlich, dass Haushalte durch einen Wechsel in einen günstigen Neukundentarif im Jahr 2025 klare Kostenvorteile hätten erzielen können (siehe Abb. 1). Besonders groß ist dieses Einsparpotenzial in der Grundversorgung: Hier lassen sich im Schnitt bis zu 492 € jährlich einsparen.
Deutschlandweit summiert sich das Einsparpotenzial auf rund 11 Mrd. €/a. Das liegt daran, dass knapp 30 Mio. Haushalte – also drei Viertel aller deutschen Haushalte – in unterschiedlichem Umfang von Treuestrafen betroffen sind.